Am 25. April 2026 fand die Buchpräsentation „Aichinger-Haslinger-Zeilinger“ im Adalbert-Stifter-Institut in Linz statt. Dieses Werk, herausgegeben vom Adalbert-Stifter-Institut, beschäftigt sich umfassend mit der Namensforschung, insbesondere mit Familiennamen, die auf die Nachsilbe -inger enden. Autor Karl Hohensinner, ein renommierter Kulturwissenschaftler und Namenforscher, hat in einem geförderten Projekt 500 solcher Familiennamen untersucht. Das Buch umfasst stolze 672 Seiten, die reich bebildert und leicht lesbar sind. Es bietet einen tiefen Einblick in die Verbreitung und die Bedeutung dieser Namen in Österreich.

Die Präsentation war Teil der 14. Tagung des Arbeitskreises für bayerisch-österreichische Namensforschung (ABÖN), die von Stephan Gaisbauer, dem Leiter der Sprachforschung am Adalbert-Stifter-Institut, organisiert wurde. Hohensinner entwickelte neuartige Methoden zur Erforschung der -inger-Namen, die nun in der Praxis erprobt wurden. Das Buch enthält zudem informative Grafiken zur geografischen Verteilung dieser Namen, wobei Oberösterreich mit etwa 40 Prozent den größten Anteil an -inger-Namen in Österreich hat.

Häufigkeit und Verbreitung der -inger-Namen

In Oberösterreich sind einige der häufigsten -inger-Namen wie Reisinger, Wiesinger und Steininger zu finden. Eine detaillierte Untersuchung zeigt, dass der Name Haslinger in Freistadt und der Name Aichinger in Perg besonders häufig vertreten sind. Hier eine kleine Auswahl typischer Namen aus verschiedenen Bezirken:

  • Braunau: Ellinger, Kasinger, Kastinger
  • Freistadt: Haslinger, Steininger, Satzinger
  • Gmunden: Feichtinger, Grafinger, Auringer
  • Linz und Linz Land: Linninger, Wiesinger, Stockinger
  • Perg: Aichinger, Dorninger, Killinger

Die häufigsten -inger-Namen sind nicht nur in der Statistik von Bedeutung, sondern tragen auch zur kulturellen Identität der Region bei. Familiennamen mit der Nachsilbe -inger sind der häufigste Bildungstyp in Österreich, was die Relevanz dieser Forschung unterstreicht.

Erwerb des Buches und Ausblick

Interessierte können das Buch für 33 Euro direkt im Adalbert-Stifter-Institut erwerben. Die tagungsbegleitenden Diskussionen und Vorträge bieten eine wertvolle Plattform für den Austausch über die Bedeutung und die Geschichte dieser Namen. Die Gespräche werden von Fachleuten wie Karl Hohensinner und Stephan Gaisbauer geleitet, die mit ihrem Wissen zur Namenforschung einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Landschaft Österreichs leisten.

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Insgesamt zeigt die Veranstaltung, wie wichtig es ist, sich mit der eigenen Namensgeschichte auseinanderzusetzen. Sie ist nicht nur eine wissenschaftliche Erhebung, sondern auch ein Stück Identität, das uns mit unserer Herkunft verbindet.