Am 28. April 2026 wurde in Perg ein bedeutender Schritt in der Bildungspolitik vollzogen. Anlässlich der Eröffnung des Zubaus für das Schulgebäude konnten die Volksschulkinder mit einem enthusiastischen „Ahoi!“ die neuen Räumlichkeiten einweihen. Die Stadtgemeinde Perg und das Land Oberösterreich investierten rund 5,5 Millionen Euro in dieses Projekt, das nicht nur die Infrastruktur verbessert, sondern auch das Lernumfeld für die Kinder erheblich erweitert.
Mit der Erweiterung um 1000 m² Nutzfläche entstehen acht neue Klassenzimmer, eine zweite Garderobe sowie spezielle Räume für die Einzel- und Nachmittagsbetreuung. Der Zubau, der in Massivholzbauweise errichtet wurde, beinhaltet auch eine teilweise Aufstockung des bestehenden Gebäudes. Die Baukoordination stellte eine besondere Herausforderung während des laufenden Schulbetriebs dar. Über 30 Firmen, überwiegend aus der Region, haben seit Baubeginn im März 2025 an der Erweiterung mitgewirkt. Diese Herangehensweise sichert nicht nur die Qualität, sondern auch die Wertschöpfung im Bezirk Perg.
Feierliche Eröffnung und Ausblick auf weitere Projekte
Die Festrede zur Eröffnung hielt die Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, die den engagierten Beitrag des Teams der Stadtgemeinde Perg sowie der Pädagoginnen für die Projektinitiierung und -begleitung lobte. Die Schulkinder führten mit Begeisterung Gesangs- und Tanzeinlagen auf und zeigten den Ehrengästen stolz ihre neue Schule. Diese Volksschulerweiterung ist Teil eines umfassenden Plans zur Modernisierung mehrerer Bildungsprojekte in Perg, darunter die Mittelschule Perg-Süd, die Volksschule Pergkirchen sowie die Kindergärten in Haydnstraße und Pergkirchen. Für diese Vorhaben sind weitere Investitionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro eingeplant, um unter anderem ein regionales „Kompetenzzentrum“ für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf einzurichten.
Die Modulbauweise, die bei vielen neuen Bildungsprojekten zum Einsatz kommt, bietet innovative Lösungen für moderne Schulen. Sie ermöglicht eine hohe Flexibilität, da modulare Schulgebäude sowohl als Neubau als auch als Erweiterung oder temporäre Lösung genutzt werden können. Diese Bauweise zeichnet sich durch Schnelligkeit und Effizienz aus: Die Vorfertigung der Bauteile ermöglicht eine rasche Umsetzung von Schulprojekten, ohne den laufenden Schulbetrieb zu stören. Zudem werden energieeffiziente Baukonzepte und ressourcenschonende Materialien eingesetzt, was die Nachhaltigkeit der Gebäude erhöht.
Nachhaltigkeit und Flexibilität im Bildungsbau
Die Vorteile von Modulbauweise sind vielfältig und tragen zur Gestaltung flexibler, nachhaltiger und effizienter Schulen der Zukunft bei. Sie ermöglicht es, schnell auf wechselnde Schülerzahlen zu reagieren, indem neue Klassenzimmer errichtet oder bestehende Räumlichkeiten umgestaltet werden können. Oftmals ist diese Bauweise auch kosteneffizienter als herkömmliche Bauformen, da viele Komponenten vorgefertigt sind und somit Bauzeiten und -kosten gesenkt werden können. In vielen Modulgebäuden wird auch auf Nachhaltigkeitsaspekte geachtet, etwa durch die Nutzung von Solarenergie, grünen Dächern und Regenwasserauffangsystemen.
Insgesamt stellt die Entwicklung in Perg ein positives Zeichen für die Zukunft der Bildung dar und zeigt, wie durch innovative Bauansätze und regionale Kooperationen ein nachhaltiges Lernumfeld geschaffen werden kann. Hier erfahren Sie mehr über die Eröffnung und die Investitionen in die Bildung in Perg.