Mit großer Traurigkeit müssen wir mitteilen, dass Konsistorialrat Johann Stöllnberger, der emeritierte Pfarrer von Schwertberg, am 20. Mai 2026 im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Der gebürtige Losensteiner wurde am 29. Jänner 1938 auf einem Bauernhof in einer kinderreichen Familie geboren. Nach dem Abschluss der Matura im Jahr 1958 am Bischöflichen Gymnasium Petrinum in Linz trat er in das Priesterseminar Linz ein und wurde am 29. Juni 1963 im Linzer Mariendom zum Priester geweiht. Seine ersten Schritte in der Seelsorge unternahm er in Saxen, Eferding und Lenzing, bevor er im September 1973 die Verantwortung als Pfarrer von Schwertberg übernahm.

32 Jahre lang prägte er das Leben der Gemeinde Schwertberg. Besonders hervorzuheben ist seine Fähigkeit, die Verbindung seiner bäuerlichen Prägung mit den Bedürfnissen der Arbeiterschaft zu betonen. Es war ihm wichtig, die Menschen in ihrer Vielfalt zu erreichen. Zudem begleitete er 14 Priesteranwärter als Mentor und Ausbildungsverantwortlicher im pastoralen Einführungsjahr. Von 1989 bis 1999 war er zudem Dechant des Dekanats Perg, wo er auch in schwierigen Zeiten, wie während des Jahrhunderthochwassers im August 2002, den Menschen zur Seite stand und ein Notlager im Pfarrzentrum Schwertberg einrichtete.

Ein Leben im Dienst der Gemeinschaft

Nach seiner Emeritierung im August 2005 zog er nach Eferding und unterstützte weiterhin die Seelsorge als Kurat im Dekanat Eferding. Für sein unermüdliches Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den bischöflichen Titel Geistlicher Rat im Jahr 1983 und den Konsistorialrat im Jahr 1992. Auch der Ehrenring der Marktgemeinde Schwertberg, das Goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich sowie die Oberösterreichische Erinnerungsmedaille für Katastropheneinsatz würdigen seine Verdienste.

Die Trauerfeierlichkeiten für Johann Stöllnberger sind für die kommenden Tage angesetzt. Totenwachen finden am 25. Mai um 19 Uhr in der Pfarrkirche Schwertberg, am 27. Mai um 19 Uhr in der Stadtpfarrkirche Eferding und am 28. Mai um 19 Uhr in der Pfarrkirche Losenstein statt. Ein Gedenkgottesdienst wird am 28. Mai um 8 Uhr in der Pfarrkirche Schwertberg gefeiert. Das Requiem folgt am 29. Mai um 11 Uhr in der Pfarrkirche Losenstein, anschließend erfolgt die Beisetzung im Priestergrab.

Die Rolle eines Priesters

Die Lebensgeschichte von Johann Stöllnberger ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Berufung und das Engagement eines Priesters. Priester, wie er, versprechen in der Weihe, für die Kirche und mit der Kirche zu beten. Sie übergeben ihr Leben an Gott und leben zölibatär. Seelsorger sind immer nah bei den Menschen und kümmern sich um deren Nöte, Sorgen, Freuden und Hoffnungen. Ein Pfarrer leitet und koordiniert ein Team von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in einer Pfarrgemeinde und hat die Aufgabe, sowohl Seelsorge als auch Verwaltungsaufgaben zu übernehmen. Die Tätigkeit eines Priesters ist dabei stets von der Nähe zu den Menschen geprägt.

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Der Mensch steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit, und Johann Stöllnberger hat dies in seiner langen Laufbahn immer wieder unter Beweis gestellt. Sein Wirken wird unvergessen bleiben, und die Spuren, die er in den Herzen seiner Gemeindemitglieder hinterlässt, sind tief. Sein Leben war ein Zeugnis für die Kraft des Glaubens und das Engagement in der Gemeinschaft.

Für weitere Informationen zu seinem Leben und Wirken, besuchen Sie bitte die Quelle.