Das Juridicum der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz erstrahlt nach einer umfassenden Sanierung in neuem Glanz. Nach 50 Jahren Nutzung, die das Gebäude aus den 1970er-Jahren hinter sich hat, wurde 2024 die Entscheidung zur Sanierung getroffen. Diese Maßnahmen sollen das Raumklima verbessern und die Studienbedingungen für etwa 6.800 Studierende optimieren. Die Sanierungsarbeiten umfassten unter anderem die thermische Optimierung und die Begrünung der Fassade, sodass das alte Gemäuer nun frischer wirkt als je zuvor.

Die Bauarbeiten begannen im Herbst 2024 und wurden im April 2025 abgeschlossen. Dabei wurden nicht nur die Außenwände und das Dach gedämmt, sondern auch neue Fenster und ein außenliegendes Sonnenschutzsystem installiert. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 15,5 Millionen Euro, finanziert von der JKU und der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Das Gebäude hat eine Gesamtfläche von etwa 10.000 Quadratmetern, was es zu einem bedeutenden Teil der Universität macht.

Technische Innovationen und Klimaschutz

Ein Highlight der Sanierung ist die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach, die die Klimaanlage unterstützt. Der Einsatz von Fan-Coils, die Wasser als Energieträger nutzen, sorgt für eine wirtschaftliche Kühlung und ist gleichzeitig energiesparend. Das macht nicht nur das Studieren angenehmer, sondern trägt auch zur Erreichung der Klimaneutralitätsziele der Universität bei, die bis 2030 erreicht werden sollen. JKU-Rektor Stefan Koch betont, dass diese Maßnahmen nicht nur der Universität zugutekommen, sondern auch einen Gewinn für die Umwelt darstellen.

Christine Dornaus von der BIG hebt die Wertsteigerung des Juridicums durch die neue Fassade hervor. Die Sanierung bedeutet nicht nur eine optische Aufwertung, sondern auch einen Schritt hin zu einem nachhaltigeren und energieeffizienteren Gebäudebestand. Die Modernisierung erfolgte nach Plänen von querkraft Architekten ZT GmbH, die dafür gesorgt haben, dass das Gebäude nun den aktuellen Standards entspricht.

Ein Schritt in die Zukunft

Die Bedeutung dieser Sanierung wird auch von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner unterstrichen, die die verbesserten Bedingungen für die 6.800 Studierenden und 260 Mitarbeiter*innen herausstellt. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Klimaschutz immer mehr in den Fokus rücken, ist das Juridicum ein Vorzeigemodell für zukünftige Bauprojekte. Es zeigt, wie wichtig es ist, bestehende Gebäude schrittweise klimaneutral umzuwandeln und dabei innovative Lösungen zu finden.

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In einem breiteren Kontext unterstützen Vertreter:innen der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und der Universität Innsbruck nachhaltige Bauprojekte durch die Unterzeichnung eines „Memorandum of Understanding“. Das Ziel ist die Entwicklung von umweltverträglichen Strategien für die Errichtung und Sanierung der universitären Infrastruktur. Neubauten sollen im Sinne der europäischen Klimaziele errichtet werden, während bestehende Gebäude nach und nach klimaneutral umgestaltet werden sollen. Hierbei wird der Fokus auf energieeffiziente Lösungen gelegt, die sowohl den Komfort der Nutzer:innen als auch die Umwelt berücksichtigen.

All diese Maßnahmen und Strategien verdeutlichen, dass die JKU in Linz nicht nur einen Schritt in die Zukunft wagt, sondern auch eine Vorreiterrolle im Bereich nachhaltiger Universitätsarchitektur übernimmt. Wenn das Juridicum nun in neuem Licht erstrahlt, ist das nicht nur ein Grund zur Freude für die Studierenden, sondern auch ein wichtiges Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung im Hochschulbereich.

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