Am Schmetterlingserlebnisweg im Naturpark Mühlviertel tut sich was! Hier wird aktiv für den Erhalt der Schwalbenschwanz-Population gearbeitet. Die Puppen des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) wurden von der engagierten Hobby-Schmetterlingszüchterin Elisabeth Schmidt entdeckt und nun ausgesetzt. Sie hatte die Puppen im Herbst letzten Jahres auf Fenchel-Stängel gesammelt und über den Winter in einem geschützten Raum aufbewahrt. Jetzt stehen sie kurz vor ihrer Verwandlung in die farbenfrohen Schmetterlinge, die wir alle lieben.

St. Thomas ist ein wahres Paradies für diese anmutigen Falter. Die Puppen wurden in einem Garten am Schmetterlingserlebnisweg an geschützten Stellen platziert. Zudem wurden Futterpflanzen wie Dill und Fenchel für die nächste Generation an Raupen gepflanzt. Die Initiative ist Teil eines Projekts, das in Zusammenarbeit mit Susanne Moser von „Klar! Mühlviertler Alm“ ins Leben gerufen wurde. Auch im Freilichtmuseum Großdöllnerhof in Rechberg und in einem Garten in Bad Zell wurden weitere Puppen ausgesetzt. Man könnte sagen, die Schmetterlinge sind auf dem besten Weg, wieder zahlreich in der Region zu erscheinen!

Der Schwalbenschwanz – ein prächtiger Falter

Der Schwalbenschwanz gehört zur Familie der Ritterfalter und ist einer der größten und auffälligsten Tagfalter in Mitteleuropa. Mit einer beeindruckenden Flügelspannweite von 50 bis 75 mm kann man ihn kaum übersehen. Seine Flügel sind in einem strahlenden Gelb mit schwarzen Mustern, verziert mit einer blauen Binde und roten Augenflecken an den Hinterflügeln. Diese Kombination macht ihn wirklich einzigartig und zu einem wahren Blickfang in der Natur.

Die Raupen des Schwalbenschwanzes, die später zu diesen schönen Schmetterlingen heranwachsen, sind ebenfalls faszinierend. Sie ernähren sich von Doldengewächsen wie Fenchel und Dill, die – wie bereits erwähnt – im Garten für die nächste Generation gepflanzt wurden. Wenn die Raupen sich bedroht fühlen, können sie eine orange gefärbte Nackengabel ausstülpen, die einen Duftstoff absondert, um Fressfeinde abzuschrecken. So clever!

Die Herausforderung für Schmetterlinge

Doch nicht alles ist eitel Wonne für unsere geflügelten Freunde. Über 60% der Schmetterlinge stehen mittlerweile auf der Roten Liste, was vor allem an der Zerstörung ihres Lebensraums und dem Einsatz von Giften liegt. Viele Gärten bieten kaum noch Nahrung für Schmetterlinge, weil heimische Pflanzen durch monotone Rasenflächen oder exotische Gewächse ersetzt wurden.

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Um Schmetterlinge zurück in unsere Gärten zu holen, gibt es einfache Möglichkeiten. Thomas Schmidt von NABU empfiehlt, den Nährstoffgehalt des Bodens zu senken, die Grasnarbe teilweise abzutragen und mit einer Blumenwiesenmischung einzusäen. Beliebte heimische Wildblumen wie Kartäusernelke oder Wilder Majoran können Schmetterlinge anlocken. Zudem hilft es, die Pflanzen so auszuwählen, dass vom Frühling bis in den Herbst immer etwas blüht. Schließlich gibt es nichts Schöneres, als einen Garten voller fliegender Farben!

Mit den Maßnahmen zur Unterstützung der Schwalbenschwanz-Population und der Sensibilisierung für die Bedürfnisse von Schmetterlingen leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden Insekten. Denn nur wenn wir die richtigen Pflanzen in unseren Gärten pflegen und einen Lebensraum schaffen, der reich an Nahrungsquellen ist, können wir sicherstellen, dass die Schmetterlinge auch in Zukunft um uns herumfliegen.

Für weitere Informationen über die Schwalbenschwanz-Population und die aktuellen Projekte im Naturpark Mühlviertel, besuchen Sie bitte die Quelle.