Heute ist der 18.04.2026 und Ried ist im Aufschwung, wenn es um innovative Heiztechnologien geht. Geothermie wird immer mehr zum Thema, denn die Anfragen für Geothermie-Anschlüsse steigen rasant. Friedrich Pöttinger, Geschäftsführer von Energie Ried (ER), berichtet, dass bereits rund 60 Prozent der Haushalte in Ried von dieser nachhaltigen Energiequelle profitieren. Aus einer beeindruckenden Tiefe von 2.600 Metern wird 105 Grad heißes Wasser gewonnen, das anschließend auf 56 Grad abgekühlt und ins Erdreich zurückgepumpt wird. Diese Energie wird dann über das Fernwärmenetz der Stadt verteilt und versorgt nicht nur Haushalte, sondern auch zahlreiche Gewerbebetriebe, darunter Fischer Ski, FACC und Wintersteiger.

Die Geothermie in Ried ist nicht nur eine umweltfreundliche Alternative, sondern auch eine wirtschaftliche: Jährlich werden etwa 20.000 Tonnen CO2 eingespart. Rund 3.300 Haushalte sowie 130 Gewerbebetriebe, das Krankenhaus und 300 Haushalte in Mehrnbach nutzen bereits diese Heiztechnologie. Geothermie ersetzt Tausende von Öl-, Gas-, Wärmepumpen- und Pelletsheizungen und sorgt somit für eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen.

Investitionen und Effizienz

Die Stadt Ried hat in den letzten Jahren stark in die Geothermie investiert. Seit 2014 flossen rund 60 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur. Jährliche Investitionen von etwa drei Millionen Euro decken Ausrüstungen, Netzausbau, Personal, Wärmetauscher und Leitungen ab. Damit ist die Geothermie in Ried nicht nur umweltfreundlich, sondern auch effizient: Sie erzielt eine Wärmeausbeute von 22 kWh pro kWh Strom, während Wärmepumpen lediglich 4 kWh erreichen. Dies macht Geothermie zu einer kostengünstigen Lösung im Vergleich zu Gasheizungen, obwohl die Anschlusskosten für Haushalte zwischen 20.000 und 25.000 Euro liegen.

Besonders bemerkenswert ist, dass Ried auf einem großen unterirdischen Heißwassersee liegt, der sich bis nach Bayern und Enns erstreckt. Dieses geothermische Potenzial hat nicht nur lokale Auswirkungen, sondern zieht auch das Interesse aus ganz Österreich an. Delegationen besuchen das Projekt, um sich über die Geothermie in Ried zu informieren und möglicherweise ähnliche Projekte in ihren eigenen Regionen ins Leben zu rufen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Vision von Energie Ried ist ambitioniert: Man strebt an, die Versorgungsquote in Ried auf 80 Prozent zu steigern. Gasanschlüsse werden sukzessive umgestellt, und auch Wohnbauträger schließen sich dem Geothermie-Netz an. Der Glasfaseranschluss für jeden Haushalt ermöglicht eine moderne und ferngesteuerte Betriebsführung der Anlagen, was den Service und die Effizienz zusätzlich erhöht. Mit einem Umsatz von 50 Millionen Euro und der Versorgung von 21 Gemeinden ist Energie Ried ein wichtiger Akteur in der Region.

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Das Unternehmen beschäftigt 140 Mitarbeiter und bietet darüber hinaus einen Reparaturservice für Elektrogeräte mit 25 Mitarbeitern an. Die umfassende Dienstleistungen und die Fokussierung auf erneuerbare Energien stellen sicher, dass Ried nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich zukunftssicher aufgestellt ist. Die Geothermie in Ried ist somit nicht nur ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, sondern auch ein Beispiel für erfolgreiche regionale Entwicklung.