Am Sonntag, den 12. Juli, wird die Stadtpfarrkirche Ried wieder zum Schauplatz einer ganz besonderen Tradition: der Innviertler Mundartmesse. Diese Veranstaltungen haben in Ried eine lange Geschichte und erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr und wird live vom ORF in Radio und Fernsehen übertragen. Das ist doch mal ein Grund mehr, sich ein wenig früher auf den Weg zu machen, oder?

Diese Messe ist nicht nur ein religiöses Ereignis, sondern auch eine Hommage an Stadtpfarrer Rupert Niedl, der im September als Seelsorger von Ried verabschiedet wird. Nach all den Jahren, in denen er den Glauben nah ans Volk gebracht hat, wird er sicher viele Erinnerungen hinterlassen. Niedl ist bekannt für seine klare, markige Sprache, die immer wieder das Herz der Menschen erreicht. So wird bei der Messe ein Original Innviertler Landler in das Messgeschehen integriert, was den Gottesdienst noch lebendiger gestalten wird. Die Mehrnbacher Zeche, deren Mitglied Niedl ist, setzt diesen Gedanken um und sorgt für die musikalische Untermalung.

Ein musikalisches Fest

Was die Messe besonders macht, ist die Unterstützung durch den Stelzhamerbund, der biblische Schriftstellen und liturgische Texte in die Mundart überträgt. Das verleiht dem Gottesdienst eine ganz eigene, authentische Note. Und als ob das nicht schon genug wäre, wird die Messe auch mit Volksmusik von den Auhäuslern und einem Projektchor aus den umliegenden Gemeinden umrahmt. Musik, die in die Beine geht und das Herz berührt – das kann man sich kaum besser vorstellen.

Vor der großen Messe gibt es bereits einen Vorgeschmack: Am Samstag, den 11. Juni, findet um 14 Uhr eine Probe-Messe statt, ebenfalls mit einer Aufzeichnung durch den ORF. Das gibt allen, die sich auf die eigentliche Messe freuen, die Gelegenheit, sich schon einmal in Stimmung zu bringen und vielleicht sogar das ein oder andere Lied mitzusingen.

Volksmusik und Bildung

Die Verbindung von Musik und Tradition ist nicht nur in Ried von Bedeutung. Am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie (IVE) wird diese Thematik ebenfalls intensiv bearbeitet. Hier wird Volksmusikforschung mit Musikpädagogik verknüpft, um zukünftigen Musikpädagogen das Handwerkszeug zu geben, „Volksmusik“ komplex anzuwenden. Die wissenschaftliche Arbeit am IVE ist eng mit der musikpädagogischen Ausbildung verknüpft, was für die gesellschaftliche Anwendbarkeit von großer Bedeutung ist.

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Die Forschung befasst sich nicht nur mit der Überlieferung von Fertigkeiten und Praktiken in traditionellen Musikkulturen, sondern auch mit der praktischen Umsetzung in Lehrveranstaltungen. Dabei haben Persönlichkeiten wie Gerlinde Haid und Rudolf Pietsch wichtige Impulse gesetzt. 2015 erschien die Publikation „Traditionelle Musik. Überliefern – Verhandeln – Vermitteln“, die auf einem Symposium zur Überlieferung und Vermittlung von traditioneller Musik basiert. Solche Initiativen sind wichtig, um die kulturelle Identität und das Erbe lebendig zu halten.

Insgesamt zeigt sich, dass die Innviertler Mundartmesse und die Bemühungen um Volksmusikforschung Hand in Hand gehen. Es ist eine Feier des Glaubens und der Tradition, die die Menschen in Ried zusammenbringt und die Wurzeln einer lebendigen Kultur feiert. Wer also die Möglichkeit hat, sollte sich diesen Termin im Kalender markieren – das wird sicher eine unvergessliche Erfahrung!

Für weitere Informationen zur Innviertler Mundartmesse und ihren Traditionen, besuchen Sie bitte die Quelle.

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