In Österreich geht es umwelttechnisch ganz schön zur Sache! So wurde kürzlich bekannt, dass täglich 12,9 Hektar Boden versiegelt werden. Das ist schon eine ordentliche Zahl und macht deutlich, wie wichtig nachhaltige Lösungen sind. Vorreiter in diesem Bereich ist die TTE Öko-Bodensystem Zahrer GmbH aus Reichersberg, die umweltfreundliche Lösungen für Flächenverbauung anbietet. Besonders spannend ist, dass man für 2023 mit einer Steigerung auf 60.000 m² an versiegelungsfrei verlegtem Rasengitter rechnet. Im letzten Jahr waren es bereits über 40.000 m²! Das Unternehmen hat sich in der Branche einen Namen gemacht und setzt auf innovative Produkte wie das TTE® directGREEN, ein Rasengitter aus recyceltem Kunststoff, das professionell vorbegrünt ist und sofort nutzbare Rasenflächen ohne Unkraut ermöglicht – ideal für Parkplätze und Zufahrten.

Die Vorteile des TTE®-Systems sind nicht von der Hand zu weisen: geringer Eingriff in die Natur, schnelle Verlegbarkeit, UV- und säurebeständig – und das Beste? Es ermöglicht eine 100%ige Versickerung vor Ort. Bis 2025 sollen bereits 70 Gemeinden auf dieses System setzen, und es sind beeindruckende 2.500 m² Rasengitter bei voestalpine AG in Linz verbaut worden. Und auch in der SmartCity Living in Steyr hat man 250 m² mit diesem umweltfreundlichen Material ausgestattet. Ein echter Lichtblick in Zeiten, in denen der CO2-Ausstoß immer mehr in den Fokus rückt.

Die Notwendigkeit von nachhaltiger Flächenversiegelung

Doch was bedeutet das alles für die Bodenversiegelung in Österreich? Laut dem Umweltbundesamt kann Bodenversiegelung durch Luftbildaufnahmen ermittelt werden, wobei die Daten jedoch oft nicht öffentlich zugänglich sind. Viele Gemeinden erheben solche Versiegelungsdaten, um Abwassergebühren zu berechnen. Das führt zu einer gewissen Unsicherheit in der Bewertung, denn nicht alle versiegelten Flächen sind gleich – wie zum Beispiel lose verlegte Platten oder Pflastersteine. Das geplante Rechenmodell zur Berechnung der Bodenversiegelung könnte hier Klarheit schaffen, indem es den Versiegelungsgrad in Relation zur Besiedlungsdichte setzt.

Ein Beispiel gefällig? In Berlin sind etwa 70 % der Verkehrsfläche versiegelt, während es in Mecklenburg-Vorpommern nur etwa 50 % sind. Das zeigt, wie unterschiedlich die Situation in den einzelnen Regionen aussieht. Und diese Daten sind nicht nur Zahlen – sie haben echte Auswirkungen auf unser Leben und unsere Umwelt. Eine flächendeckende Erfassung findet allerdings nicht statt, und die Ergebnisse basieren oft nur auf Schätzungen, was die Transparenz der Situation einschränkt.

Der Aufstieg nachhaltiger Baustoffe

Aber zurück zur TTE Öko-Bodensystem Zahrer GmbH: Die Entwicklungen sind nicht nur lokal, sondern auch Teil eines größeren Wandels in der Baubranche. Der Trend geht klar zu umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Materialien. Ab 2026 werden Baustellen in der EU verpflichtet, mindestens 40% nachhaltige Baumaterialien zu verwenden. Materialien wie Hanfdämmung, recycelte Verbundstoffe und biobasierte Bindemittel werden zum Standard. Und das ist auch gut so, denn nachhaltige Baustoffe verursachen während ihrer Lebensdauer 62% weniger CO₂-Emissionen im Vergleich zu konventionellen Materialien.

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Die Branche wächst rasant – seit 2023 jährlich um 18,5%. Das Marktvolumen für ökologische Baumaterialien könnte die 100-Milliarden-Euro-Marke überschreiten. Holz etabliert sich als führender nachhaltiger Baustoff. Es speichert bis zu 1,8 Tonnen CO₂ pro Kubikmeter und hat eine negative CO2-Bilanz, während umweltoptimierter Beton immer noch zwischen 170 und 240 kg CO₂ pro m³ emittiert. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied!

Innovationen wie feuerfeste Beschichtungen und Holz-Hybrid-Systeme verbessern zudem die strukturelle Belastbarkeit und den Brandschutz. Da zeigen sich die Vorteile der Kreislaufwirtschaft und die Notwendigkeit, auf umweltfreundliche Materialien zu setzen, um eine nachhaltige Zukunft zu gewährleisten. Und das ist etwas, das uns alle betrifft – die Luft, die wir atmen, die Natur um uns herum und die Städte, in denen wir leben.