In Ried herrscht gegenwärtig eine Mischung aus Anspannung und Vorfreude. Der SV Ried steht vor einem entscheidenden Play-off-Finale gegen Rapid Wien, das am Freitag um 19:30 Uhr und am Pfingstmontag um 17:00 Uhr ausgetragen wird. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass die Kräfte bei den Spielern schwinden, dennoch betont Ried-Coach Maximilian Senft, dass die Mannschaft alles geben wird. Es geht um ein begehrtes Ticket zur ersten Europacup-Teilnahme seit 2012, und das spornt die Kicker an, auch wenn sie am Zahnfleisch gehen.

Der Matchwinner im Halbfinale gegen den WAC war Kingstone Mutandwa, der in der Nachspielzeit das entscheidende Tor erzielte. Mit 16 Saisontoren hat er zudem den Rekord für die meisten Tore in einer Bundesliga-Saison für Ried aufgestellt. Diese Leistung ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass die Mannschaft vor dem Spiel gegen WAC eine Serie von drei Niederlagen in vier Spielen hatte.

Der Druck liegt auf Rapid

Rapid Wien, der Gegner in den kommenden Duellen, hat vor dem Hinspiel eine längere Pause, steht jedoch unter großem Druck. Die Wiener müssen sich beweisen, während Ried alles daran setzen wird, die positive Entwicklung im Kombinationsspiel weiterzuführen. Kapitän Andreas Leitner hat bereits seine Vorfreude auf das Heimspiel geäußert und betont, dass das Team bereit ist, die nächsten Schritte nach Europa zu gehen. Ein gewisses Kribbeln ist in der Luft – nicht nur bei den Spielern, sondern auch bei den Fans, die ihr Team lautstark unterstützen.

Für den WAC ist die Saison hingegen bereits beendet. Die Mannschaft hat den Klassenerhalt gesichert, doch Trainer Thomas Silberberger plant bereits Veränderungen im Kader. Schlüsselspieler wie WM-Teilnehmer Alessandro Schöpf und Dejan Zukic könnten den Club verlassen. Schöpf wurde im Halbfinale zunächst geschont, kam aber in der 70. Minute ins Spiel. Der WAC wird in der nächsten Saison eine „Blutauffrischung“ benötigen, um wieder konkurrenzfähig zu sein.

Die Bedeutung der Europacup-Qualifikation

Für Ried geht es nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um die Teilnahme an der Conference-League-Qualifikation. Die Endplatzierungen in der österreichischen Fußball-Bundesliga sind entscheidend für die Vergabe der Europacup-Startplätze. Ab 2025 wird es für den österreichischen Meister keine automatische Qualifikation für die Champions League mehr geben, was das Rennen um die Plätze noch spannender macht. Ried hat die Chance, über das Play-off in die Conference-League-Qualifikation einzuziehen und könnte damit einer neuen Ära entgegensehen.

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Die kommende Woche verspricht also Hochspannung. Fans, Spieler und Trainer sind angespannt und optimistisch zugleich. Während Rapid Wien auf seine Stärke vertrauen muss, wird Ried alles daran setzen, den Schwung aus dem Halbfinale mitzunehmen und zu zeigen, dass sie bereit sind, die Herausforderung anzunehmen. Der Fußball in Ried ist lebendig, und die Möglichkeit, wieder im Europacup zu spielen, gibt den Spielern und den Anhängern neue Hoffnung und Energie.