Rafaela Hubauer und Doris Spreitzer, beide Trail-Spezialistinnen der LAG Genböck Haus Ried und der LG Innviertel, haben sich einer gewaltigen Herausforderung gestellt: Sie bewältigten den Grande Randonnée 20 (GR 20) auf Korsika. Die Tour ist nicht nur ein gewöhnlicher Wanderweg, sondern gilt als einer der schwierigsten in Europa. Über 180 Kilometer erstreckt sich der Weg, mit einem Höhenunterschied von mehr als 12.500 Metern. Die beiden Abenteurerinnen campierten während ihrer zehn Tage langen Reise in einem Zelt – unter extremen Bedingungen. Sie mussten sich mit sengender Hitze, anspruchsvollen Kletterpassagen, aber auch mit klirrender Kälte auseinandersetzen.

Der GR 20 führt vom nördlichen Teil Korsikas bis in den Süden und ist in 16 Etappen unterteilt. Besonders herausfordernd sind die täglichen Distanzen, die zwischen 10 und 15 km variieren. Hubauer und Spreitzer haben unter anderem den Monte Cinto bestiegen, den höchsten Gipfel der Insel, der sich auf 2.706 Meter erhebt. Die Landschaften, die sie durchquerten, waren rau und beeindruckend zugleich – raues Terrain, atemberaubende Ausblicke auf Bergketten und das glitzernde Mittelmeer. Auch wenn die Tour anstrengend war, bleibt der eindrucksvolle Anblick der Natur unvergesslich.

Ein anspruchsvoller Trekkingweg

Der GR 20 ist nicht nur für seine Länge und Höhenmeter bekannt, sondern auch für die Vielzahl der Ökosysteme, die er durchquert. Von mediterraner Macchia über alpine Landschaften bis hin zu tiefen Tälern und klaren Seen – die Vielfalt ist schier überwältigend. Die Trail-Spezialistinnen beschrieben die Tour als eine technische und physische Herausforderung. Ausdauer, Geschicklichkeit und Anpassungsfähigkeit sind unerlässlich, um sich auf diesem Weg zurechtzufinden. Der GR 20 wurde in den 1960er Jahren von Michel Fabrikant initiiert und 1972 offiziell eingeweiht. Seit den 1990er Jahren ist er international bekannt und zieht Wanderer aus aller Welt an.

Wichtige Etappen auf dem Weg sind unter anderem die Strecke von Calenzana nach Ortu di u Piobbu, die mit 12 km und einem Höhenunterschied von 1200 Metern herausfordernd ist. Auch die Etappen von Vizzavona nach Capanelle und von Usciolu nach Crocce erfordern viel Kraft und Konzentration. Entlang des Weges warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten auf die Wanderer, wie die Seen von Melo und Capitellu, die Vizzavona-Wald mit alten Bäumen und die berühmten Les Aguilles de Bavella.

Praktische Tipps für Wanderer

Für all jene, die den GR 20 selbst erleben möchten: Die beste Zeit, um den Weg zu beschreiten, ist zwischen Mitte Juni und Mitte September, wenn die Hütten geöffnet sind und das Wetter stabiler ist. Während des Trekkings sind öffentliche Verkehrsmittel nicht verfügbar, private Transfers werden empfohlen. Es ist wichtig zu wissen, dass Wildcampen auf dem GR 20 verboten ist – Übernachtungen müssen in Hütten oder privaten Unterkünften gebucht werden.

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Die Route ist mit traditionellen rot-weißen Markierungen gekennzeichnet, dennoch sind detaillierte Karten und Orientierungsfähigkeiten unerlässlich. Organisierte Touren sind ebenfalls eine Option, um die logistische Planung zu erleichtern und zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten. Die Strapazen, die die Wanderer auf sich nehmen, werden mit unvergesslichen Erlebnissen und Eindrücken belohnt. Hubauer und Spreitzer sind ein lebendiges Beispiel für den unermüdlichen Entdeckergeist und die Liebe zur Natur.

Für viele ist der GR 20 nicht nur ein Wanderweg, sondern ein Lebensgefühl. Die Herausforderung, die Natur in ihrer rauen Form zu erleben, und die Möglichkeit, sich selbst an die Grenzen zu bringen, zieht immer mehr Abenteurer an. Und wenn man dann auf dem Monte Cinto steht und die Weite der Insel überblickt, weiß man, dass es all die Mühe wert war. Wer weiß, vielleicht ist das der Beginn einer neuen Leidenschaft.

Weitere Informationen und Eindrücke von der beeindruckenden Tour von Hubauer und Spreitzer finden Sie in dem Artikel auf MeinBezirk.

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