Die Sporthalle Fünfhaus in Wien war am vergangenen Samstag der Schauplatz eines mitreißenden Events: den Sport Austria Finals im Kickboxsport. Hier haben sich die besten Athleten des Landes versammelt, um in spannenden Kämpfen ihr Können unter Beweis zu stellen. Insgesamt wurden 30 Medaillenentscheidungen getroffen, und die Leistungen der Sportler waren schlichtweg beeindruckend.
Ein strahlendes Highlight war der junge Erik Zimmermann, ein 21-jähriger Kickboxer aus Kärnten. Er gewann Gold im Pointfighting bis 69 Kilogramm und wurde zudem Grand Champion Senior Male. Doch damit nicht genug: Zusammen mit seinen Teamkollegen Oliver Hofer und Gabriel Grentner (WKC Velden) sicherte er sich auch die Bronzemedaille im Team-Pointfighting. „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Leistungen und den Medaillen“, äußerte Zimmermann nach dem Wettkampf.
Erik Zimmermanns Weg zum Erfolg
Erik Zimmermann hat die Leidenschaft für das Kickboxen von seinem Vater Gerald geerbt, einem vierfachen Weltmeister. Sechs Tage die Woche trainiert er im Leistungszentrum Kickboxen in St. Egyden bei Velden. Sein Ziel? Der beste Kickboxer der Welt zu werden! Auch wenn Kickboxen nicht olympisch ist und ihm somit einige Türen im Heeres- oder Polizeisport verschlossen bleiben, lässt sich Zimmermann nicht entmutigen. Derzeit arbeitet er als Service-Techniker für Medizingeräte in Österreich und im benachbarten Ausland.
Die World Games 2024 in Chengdu, wo er in der Gewichtsklasse bis 74 kg antreten wird, stehen ebenfalls vor der Tür. Seine Gegner werden aus Ländern wie China, Griechenland, Ungarn und Südafrika kommen. „Ich bin sehr zuversichtlich in meinen Fähigkeiten und nehme die Herausforderungen im Ring gelassen an“, sagt er und betont die mentale Stärke, die er von seinem Vater geerbt hat. Der dynamische Stil von Zimmermann, geprägt von präzisen Beintechniken und einem feinen Gespür für Distanz, macht ihn zu einem ernstzunehmenden Gegner.
Glanzstücke der Veranstaltung
Ein weiterer strahlender Stern des Turniers war Viktoria Hader vom ASVÖ Kickbox Club Rohrbach. Sie holte Gold im Pointfighting über 70 Kilogramm und sicherte sich den Titel im Grand-Champion-Bewerb Senior Female. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Emily Roth und Anna Schmidl gewann sie Team-Gold für die KBC Rohrbach Ladies. Auch die Brüder Kevin und Marco Masser glänzten mit insgesamt vier Einzelmedaillen und führten ihr Team unter der Leitung von Markus Blümmel zu Gold im Mannschaftsbewerb.
Die Veranstaltung war nicht nur ein Schaufenster für individuelle Leistungen, sondern zeigte auch die hohe Leistungsdichte im österreichischen Kickboxsport. „Die Kämpfe waren spannend und die Atmosphäre einfach großartig“, so ein begeisterter Zuschauer. Es war eine Gelegenheit, die Talente des Landes zu feiern und die Zukunft des Kickboxens in Österreich zu sichern.
Der Verband hinter den Erfolgen
Die WKF Oberösterreich, der einzige Kickboxverband in Oberösterreich für Amateur- und Profisportarten, fördert den Kickboxsport seit mehr als 30 Jahren. Präsident Andreas Helml und sein Team sorgen dafür, dass Pro-Kickboxen unter besten Voraussetzungen durchgeführt wird. Internationale Champions aus aller Welt haben bereits an den Meisterschaften teilgenommen. Wer Interesse hat, kann sich jederzeit über die Aufnahmebedingungen informieren und Teil dieser dynamischen Gemeinschaft werden.
Die nächste große Herausforderung wartet auf die Kickboxer: Die Weltmeisterschaft, die vom 18. bis 25. Oktober in Kolumbien stattfindet. Hier wird sich zeigen, wie gut sich die österreichischen Sportler im internationalen Vergleich behaupten können.
