Neuer Schwung für den Ferdlhof: Hofübergabe und Umstellung auf Ziegenhaltung in Rohrbach
In der malerischen Gemeinde Rohrbach hat sich ein spannender Wandel im Biobetrieb der Familie Krenn vollzogen. Nach einer intensiven Suche nach Nachfolgern, die 2019 begann, konnten Josef und Margit Krenn schließlich die passenden Übernehmer finden: Christina Proßegger und Johannes Schullern. Diese beiden jungen Landwirte, die sich während ihres Studiums der Veterinärmedizin in Wien kennenlernten, haben den „Ferdlhof“ erfolgreich neu ausgerichtet. Die Übernahme wurde durch die Vermittlungsplattform „Perspektive Landwirtschaft“ ermöglicht, die sich auf die außerfamiliäre Hofübergabe spezialisiert hat.
Der erste Kontakt zwischen den Krenns und dem neuen Paar fand 2021 statt. Nach intensiven Gesprächen und praktischer Mitarbeit auf dem Hof entwickelte sich eine vertrauensvolle Beziehung. Unterstützung erhielten sie von der Bezirksbauernkammer, die wertvolle Beratungen zur Hofübergabe und -übernahme anbot. Ein Jahr nach dem ersten Kontakt war es dann soweit: Die Betriebsübernahme wurde abgeschlossen und der Hof erlebte eine grundlegende Umstellung von einem Milchviehbetrieb hin zur Milchziegenhaltung.
Ein neuer Anfang für den Ferdlhof
Aktuell leben 120 Gemsfarbige Gebirgsziegen auf dem biologisch bewirtschafteten Betrieb. Diese Ziegenmilch wird an die renommierte Stiftskäserei Schlierbach geliefert, was nicht nur eine hohe Qualität verspricht, sondern auch zur regionalen Wertschöpfung beiträgt. Die weiblichen Kitze bleiben als Nachzucht am Betrieb, während die männlichen Kitze direkt ab Hof vermarktet werden. Hier zeigt sich das klare Ziel der neuen Betreiber: Ein enger Kontakt zu den Kunden und die Förderung der regionalen Landwirtschaft.
Die Übernehmer profitieren auch von den umfangreichen Beratungsangeboten der Landwirtschaftskammer Oberösterreich und sind aktive Mitglieder im Arbeitskreis Ziegen. Diese Vernetzung ist für sie von großer Bedeutung, um sich in der neuen Rolle als Betriebsführer gut zurechtzufinden. Die Geschichte des Ferdlhofes verdeutlicht, wie viel Potenzial in außerfamiliären Hofnachfolgen steckt – eine Chance für Familien und die Landwirtschaft.
Perspektiven für die Landwirtschaft
Die Suche nach einem passenden Betrieb für die außerfamiliäre Hofübernahme bietet viele Möglichkeiten. Über die Plattform „Perspektive Landwirtschaft“ können Interessierte nicht nur nach einem Betrieb Ausschau halten, sondern auch KooperationspartnerInnen finden, um gemeinsam einen oder mehrere Betriebe zu bewirtschaften. Egal, ob als BetriebsführerIn, MitarbeiterIn oder PraktikantIn – die Optionen sind vielfältig. Wer sich für eine eigenständige Bewirtschaftung interessiert, kann als PächterIn nach landwirtschaftlichen Flächen suchen oder sogar einen eigenen Betrieb gründen.
Die Entwicklung im Ferdlhof ist ein Beispiel dafür, wie durch Kreativität und Zusammenarbeit eine nachhaltige Zukunft für die Landwirtschaft geschaffen werden kann. Die Umstellung auf Ziegenhaltung ist nicht nur ein Schritt in eine neue Richtung, sondern auch ein Zeichen des Wandels in der Landwirtschaft, der sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich bringt.
Die gesamte Geschichte rund um die Hofübergabe, die durch die Zusammenarbeit von Übergebern und Übernehmern ermöglicht wurde, zeigt eindrucksvoll, wie wichtig solche Initiativen für die Zukunft der Landwirtschaft sind. Der Ferdlhof mag vielleicht nur ein kleiner Teil der großen Landwirtschaftslandschaft in Österreich sein, aber er steht exemplarisch für den Mut, neue Wege zu gehen und die Tradition mit frischen Ideen zu verbinden.
Mehr Informationen zur Plattform „Perspektive Landwirtschaft“ finden Sie hier.
Für detaillierte Informationen zur Übernahme des Ferdlhofes besuchen Sie bitte die Quelle hier.
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