In der Region Rohrbach tut sich etwas Spannendes! Vor kurzem haben 12 neue Pflegefachassistenten ihren beruflichen Neustart gewagt, und das nicht ohne Grund. Zehn Absolventinnen und zwei Absolventen haben erfolgreich die Ausbildung zur Pflegefachassistenz an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Klinikum Rohrbach abgeschlossen. Diese Ausbildung ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein für die Absolventen, sondern auch ein bedeutender Gewinn für die gesamte Region.
Pflegefachassistenten sind wahre Alleskönner. Sie können in Spitälern, Langzeitpflegeeinrichtungen und sogar in mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten eingesetzt werden. Besonders hervorzuheben ist, dass sie über erweiterte Kompetenzen verfügen, insbesondere in der Validation. Das macht sie zu gefragten Fachkräften in der Betreuung von Menschen mit Demenzerkrankungen. Christian Peinbauer, der Direktor der Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege in Rohrbach, Freistadt und Schärding, hebt die Bedeutung dieser regionalen Ausbildungsstätte hervor. Sie trägt entscheidend zur Bindung der Auszubildenden an das Klinikum und zur Gewinnung hochqualifizierter Mitarbeiter bei.
Ein Blick auf die Veränderungen im Pflegebereich
Ein Blick über die Grenzen Österreichs zeigt, dass auch in Deutschland große Veränderungen anstehen. Am 9. Oktober 2025 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Einführung einer bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung verabschiedet. Ziel dieses Gesetzes ist es, eine einheitliche Grundlage für die Pflegefachassistenz zu schaffen und die bisher 27 unterschiedlichen Ausbildungswege zu vereinheitlichen. Das klingt nach einer echten Verbesserung für alle Beteiligten!
Die neue Ausbildung wird ab dem 1. Januar 2027 starten und soll in der Regel 18 Monate in Vollzeit dauern. Teilzeitoptionen und Verkürzungen sind ebenfalls möglich. Interessanterweise wird der Zugang zur Ausbildung in der Regel mit einem Hauptschulabschluss ermöglicht, wobei auch Ausnahmen für Personen ohne formalen Abschluss bei positiver Prognose bestehen. Das ist ein Versuch, mehr Menschen den Einstieg in diesen wichtigen Beruf zu erleichtern.
Natürlich gibt es auch einige kritische Stimmen. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat einige Bedenken geäußert, wie die Ausbildungsdauer von 18 Monaten, die ihrer Meinung nach auf 24 Monate verlängert werden sollte. Zudem gibt es Unklarheiten bei der Definition von „nicht komplexen“ Pflegesituationen, was die Qualität der Ausbildung gefährden könnte. Aber so ist das, wenn man Veränderungen anstößt – irgendwo muss man immer einen Kompromiss finden.
Der Weg zur einheitlichen Ausbildung
Das neue Gesetz hat das Potenzial, den Zugang zu Pflegeberufen zu vereinfachen und auch den Wechsel zwischen den Bundesländern für Pflegefachassistenten zu erleichtern. Auch die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse wird einfacher, was besonders für viele Menschen von Bedeutung ist, die in Deutschland arbeiten möchten. Die Ausbildung wird generalistisch ausgerichtet sein und Pflichtpraktika in verschiedenen Pflegebereichen umfassen – von der stationären Langzeitpflege bis zur Akutpflege.
Abschließend bleibt zu sagen, dass die Entwicklungen im Bereich der Pflegefachassistenz sowohl in Österreich als auch in Deutschland ein positives Signal senden. Die Absolventen aus Rohrbach treten nun ihren Weg in verschiedene Pflege- und Gesundheitseinrichtungen der Region an und tragen dazu bei, die Qualität der Pflege zu sichern. Wer mehr über die Pflegeausbildung erfahren möchte, kann sich auf ooeg.at/pflegeausbildung informieren. Es bleibt spannend, welche weiteren Veränderungen in der Zukunft auf uns zukommen werden!