Am vergangenen Wochenende wurde in Schärding ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Der Maturajahrgang 1965/66 des BRG Schärding blickte auf stolze 60 Jahre zurück. Was für eine Zeitspanne! Die Feierlichkeiten begannen in Passau, wo die ehemaligen Mitschüler bei einem Weißwurstfrühstück in geselliger Runde den ersten Tag einläuteten. Ein Orgelkonzert und eine Rundfahrt durch die malerische Dreiflüssestadt rundeten den Auftakt ab. Besonders schön war es, dass ein ehemaliger Mitschüler mit einer Fremdenführerlizenz die Gruppe durch die Altstadt führte und dabei so manche Anekdote aus der Schulzeit zum Besten gab.

Von den 23 noch lebenden Maturanten nahmen 20 an diesem Treffen teil. Das ist schon eine beachtliche Zahl! Man konnte förmlich spüren, wie die Erinnerungen an die Schulzeit – eine Zeit, die unter einfachen Bedingungen begann – wieder lebendig wurden. 1945 wurde das Gymnasium Schärding gegründet, und der Unterricht fand anfangs im alten Kolpinghaus sowie in Räumen der Volksschule statt. Erst 1960 erfolgte der Umzug in das neue Gebäude in der Schulstraße, was sicherlich eine kleine Sensation für die Schüler war.

Schulzeit und Erinnerungen

Die Erinnerungen an die Schulzeit sind bunt und vielfältig. Aus ursprünglich 44 Schülern hielten bis zur Matura nur 10 aus der ersten Klasse durch. 1966 traten schließlich 28 Jugendliche zur Reifeprüfung an, und das Beste: Alle bestanden! Einmalige Erlebnisse wie die Schikurse in Obertauern, Konzertfahrten und die Theateraufführung von „Der Revisor“ kommen in den Gesprächen immer wieder zur Sprache. Und natürlich die Maturareise nach Südtirol – ein Highlight, das man nie vergisst.

Eine kleine, aber amüsante Anekdote ist, dass die Jubiläumszeitung verrät, die meisten Formeln zwar vergessen wurden, aber der Pausengong nach all den Jahren noch immer der gleiche Klang hat. Das sorgt für Schmunzeln und nostalgische Gefühle. Die beruflichen Wege der Maturanten sind ebenso interessant: Sie führten in die Lehrerbildungsanstalt, in akademische Studiengänge wie Jura, Medizin, Pharmazie, Verfahrenstechnik, Chemie und Psychologie. Ein ehemaliger Kollege wurde sogar Direktor des Gymnasiums in Schärding. Das zeigt, wie stark die Wurzeln in der Heimat verankert sind.

Ein Rückblick in die Zukunft

Zum Jubiläum wurde die „Maturazeitung 2.0“ erstellt, die einen Rückblick auf die gemeinsamen Schuljahre und die unterschiedlichen Lebenswege der Maturanten bietet. Diese Zeitung ist ein wahres Zeitzeugnis und bietet einen einzigartigen Einblick in die vergangenen sechs Jahrzehnte. Es ist beeindruckend, wie sehr sich die Lebenswege der ehemaligen Schulkameraden entwickelt haben, und wie diese gemeinsamen Erlebnisse sie bis heute verbinden.

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Das Treffen war nicht nur eine schöne Gelegenheit, alte Freundschaften aufzufrischen, sondern auch, um zu reflektieren, was die Schulzeit für jeden Einzelnen bedeutet hat. In einer Zeit, die oft hektisch und schnelllebig ist, ist es wichtig, solche Momente der Besinnung zu schaffen. Wer weiß, vielleicht wird es auch ein weiteres Treffen in 10 Jahren geben, um wieder zusammenzukommen und zu feiern. Die Erinnerungen bleiben, die Freundschaften auch. Und das ist das kostbarste an solchen Anlässen.

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