Heute ist der 23.07.2026 und in Schärding gibt es wieder spannende Neuigkeiten aus der Welt der Almen. Bernadette Gerauer, eine beeindruckende Persönlichkeit, verbringt bereits ihren vierten Sommer als Sennerin auf der Alm. Sie arbeitet im Klinikum Wels-Grieskirchen als Krankenschwester, doch ihre Leidenschaft für das Almleben zieht sie immer wieder hinaus auf die Erlbachhütte auf der Postalm, die auf etwa 1.400 Metern Höhe liegt. Zusammen mit Hüttenbesitzerin Andrea Sams und einer Freundin kümmert sie sich um das Almleben und die Tiere, und das mit einer Hingabe, die einfach ansteckend ist.

Die Almsaison läuft bisher hervorragend, und die Kühe scheinen sich prächtig zu fühlen. Für Gerauer ist diese Zeit auf der Alm jedoch weit mehr als nur ein Sommerjob. Sie schätzt die Einfachheit des Lebens, die frische Bergluft und die Schönheit der Natur, die sie umgibt. Die körperliche Arbeit auf der Alm gibt ihr neue Energie und ist ein willkommener Ausgleich zu ihrem anspruchsvollen Beruf als Krankenschwester. Der ORF hat sogar einen Beitrag über sie in der Sendung „G’sunder Sommer in Österreich“ gedreht, der die positiven Auswirkungen des Lebens auf der Alm thematisiert. Es wird gezeigt, wie gesund und erholsam diese Lebensweise sein kann, besonders im Hinblick auf die Rolle heimischer Almkräuter.

Einblicke in die Almwirtschaft

Almen in Österreich sind wahre Schätze, nicht nur für die Menschen, die dort leben, sondern auch für die Tiere und die Natur. Rund 8000 Almen gibt es in unserem schönen Land, verteilt über Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich. Diese Orte bieten nicht nur Einblicke in den Almalltag und die Bewirtschaftungsformen, sondern auch in die faszinierenden Brauchtümer und die Geschichte der Region. Der Almalltag ist so vielfältig und spannend, wie es die Menschen und Tiere, die dort leben, sind.

Über 300.000 Rinder, 110.000 Schafe und mehr als 10.000 Ziegen und Pferde grasen auf den Almwiesen. Diese Tiere tragen nicht nur zur Bewirtschaftung der Flächen bei, sondern auch zur Förderung der Biodiversität. Almen helfen dabei, Naturkatastrophen zu verhindern, indem sie die Flächen stabil halten. Doch die Almwirtschaft steht vor Herausforderungen: Personalmangel, finanzielle Sorgen und der Klimawandel sind nur einige der Themen, die die Almbewirtschafter beschäftigen. Sie pflegen alpine Flächen und verhindern das Zuwuchern mit Sträuchern und Bäumen.

Ein Leben im Einklang mit der Natur

Gerauer sieht die Aufmerksamkeit des ORF nicht nur als persönliche Anerkennung, sondern als ein Zeichen für die Wichtigkeit des Lebensmodells, das Berufung und Naturverbundenheit vereint. Es ist diese Verbindung, die das Leben auf der Alm so besonders macht. Die frische Luft, die körperliche Arbeit und die Begegnungen mit Tieren und Natur sind für viele Menschen eine Quelle der Erholung und der inneren Ruhe.

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Besonders spannend ist die moderne Sicht auf die Almen. Digitale Almenkarten und Veranstaltungskalender bieten Interessierten die Möglichkeit, die Vielfalt der Almwirtschaft zu entdecken. Podcasts wie der von Peter Fuchs, dem „Almfuchs“, beleuchten die Bedeutung und Faszination der Almen. Auch aktuelle Videos über die Arbeiten auf der Alm und die lebendigen Brauchtümer sind ein echter Genuss für alle, die sich für die alpine Kultur interessieren.

Es ist klar, dass das Leben auf der Alm nicht nur einen Job, sondern eine tiefere Verbindung zur Natur und zu sich selbst bietet. Bernadette Gerauer ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie bereichernd diese Erfahrung sein kann.

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