Am vergangenen Wochenende erlebte die Klosterkirche Engelszell einen ganz besonderen Nachmittag. Basil Coleman, der Generalmusikdirektor aus Passau, gab ein Geburtstagskonzert zu Ehren seiner Frau Stephanie. Die ehrwürdigen Mauern des Klosters waren der perfekte Rahmen für dieses musikalische Ereignis, das nicht nur mit klassischer Musik, sondern auch mit einer Reise in die faszinierende Geschichte des Stifts aufwartete.

Zusammen mit dem talentierten Walter Zauner am Euphonium spielte Coleman an der Orgel und entführte die Gäste mit Werken von Bach und Albinoni in eine andere Welt. Die Klänge hallten durch die beeindruckende Rokoko-Kirche, die zwischen 1754 und 1764 erbaut wurde. Die Atmosphäre war einfach magisch! Friedrich Bernhofer, der ehemalige Bürgermeister von Engelhartszell, begleitete die Gäste durch das Stift und öffnete normalerweise unzugängliche Räume. Der restaurierte Kapitelsaal mit seinem Sternenhimmel und die prachtvolle Bibliothek waren nur einige der Höhepunkte dieser Führung.

Ein Blick in die Geschichte

Die Gäste hatten die Gelegenheit, in die 730-jährige Geschichte des Klosters einzutauchen. Es ist wirklich faszinierend, wie viel Vergangenheit in den Mauern des Stifts steckt! Ursprünglich 1293 von Wernhart von Prambach gegründet, wurde das Kloster nach der Pest 1570 und einem Brand 1699 1786 aufgelöst. Doch die Wiederbesiedlung durch Trappisten im Jahr 1925 machte es zum einzigen Trappistenkloster in Österreich, das bis heute ein Ort der Besinnung und Tradition geblieben ist.

Nach dem Konzert genossen die Anwesenden ein köstliches Essen im Stift, während Stephanie Coleman ihre Gäste mit ihrem neuen Freundeskreis aus dem Passauer Bridgeclub überraschte. Ein spannendes Bridgeturnier rundete den Nachmittag ab und sorgte für viel Freude und Gelächter unter den Teilnehmern. Ein positives Fazit war die einhellige Meinung der Geburtstagsgesellschaft – der Tag war einfach unvergesslich!

Das Stift Engelszell und seine Schätze

Das Stift Engelszell hat nicht nur kulturelle, sondern auch kulinarische Schätze zu bieten. So wird hier seit 2012 Trappistenbier in verschiedenen Sorten gebraut und die berühmten Engelszeller Klosterliköre nach alten Rezepten hergestellt. Wer mehr über die Klosterproduktion erfahren möchte, kann an Führungen teilnehmen. Diese bieten nicht nur Einblicke in die Klosterbrauerei, sondern auch in die Likörproduktion – allerdings sind die Stiftsbibliothek und die Likörproduktion nicht zu besichtigen.

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Die Stiftskirche ist täglich für Besucher geöffnet, im Sommer von 8 bis 18 Uhr und im Winter von 8 bis 17 Uhr. Wer die Atmosphäre des Klosters hautnah erleben möchte, kann Führungen direkt bei der Klosterpforte anfragen. Ein Highlight ist die Kirchenführung mit Kreuzgang und Likör-Kostprobe für € 12,00 pro Person. Der Klosterladen bietet zudem eine Vielzahl von Devotionalien, Geschenken und Büchern an, die das Herz eines jeden Besuchers höher schlagen lassen.

Für weitere Informationen über die Veranstaltungen und das Stift Engelszell können Interessierte die Website engelszeller.com besuchen. Die Kombination aus Geschichte, Musik und Kulinarik macht das Stift zu einem einzigartigen Ort, der weit über die Region hinaus bekannt ist.

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