In den letzten Wochen hat sich im Bezirk Schärding einiges in der Welt der Jagd getan. Insgesamt haben 31 Jungjäger die Jungjägerausbildung erfolgreich durchlaufen, die von Dezember bis April an der Landwirtschaftlichen Fachschule Otterbach in St. Florian/I. stattfand. Unter der Leitung von Albert Langbauer und Andreas Priller konnten 26 Teilnehmer die Abschlussprüfung vom 15. bis 17. April 2026 erfolgreich ablegen. Besonders erfreulich ist, dass unter den Prüflingen fünf Frauen waren, was den wachsenden weiblichen Anteil in der Schärdinger Jägerschaft unterstreicht.
Bezirksjägermeister Alois Selker hat den stetigen Zulauf und den ansteigenden Frauenanteil in der Jagd betont. Dies zeigt nicht nur eine positive Entwicklung in der Jägerschaft, sondern weist auch auf die hohe Qualität der Ausbildung hin. Selker hob hervor, dass fundiertes Wissen für eine nachhaltige Jagdausübung unerlässlich ist. Für die fünf Jungjäger, die die Prüfung nicht bestanden haben, wird nun nach Nachprüfungsmöglichkeiten im Bezirk Schärding oder darüber hinaus gesucht.
Modulare Jungjägerprüfung und Ehrung der Absolventen
Am 14. April fand zusätzlich die modulare Jungjägerprüfung für Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule Otterbach statt. Hier traten zehn Teilnehmer zum ersten Modul an, während acht Schüler am zweiten Teil der modularen Jagdprüfung teilnahmen. Die Zeugnisübergabe fand am 17. April im Gasthaus Hubinger in Esternberg statt. Unter den Ehrengästen war auch Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner, der den Absolventen gratulierte. Die Veranstaltung wurde musikalisch von den Pramtaler Jagdhornbläsern umrahmt und verlieh dem Festakt eine besondere Note.
Einblicke in die Jagd und die Rolle der Frauen
Die Jagd bietet nicht nur die Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben, sondern auch, sich aktiv für den Naturschutz einzusetzen. Dies betont auch Petra Aichberger, die bereits als Kind mit ihrem Vater zur Jagd ging. Ihr Engagement geht über den reinen Jagdakt hinaus; sie sieht die Weidgerechtigkeit und den respektvollen Umgang mit der Natur als zentrale Aspekte der Jagd. Aichberger kritisiert die oft negative Wahrnehmung der Jagd in der Öffentlichkeit und möchte mehr Wissen und Verständnis für den Umweltschutz und die Erhaltung der Artenvielfalt fördern.
In Anbetracht der positiven Entwicklung des Frauenanteils in der Schärdinger Jägerschaft und den Erfahrungen von engagierten Jägerinnen wie Aichberger wird deutlich, dass die Jagd nicht nur eine Tradition ist, sondern auch eine bedeutende Rolle in der modernen Gesellschaft spielt. Wildbret gilt als gesunde Ernährungsoption, und Aichberger empfiehlt, frisches Reh zu probieren. Die Verbindung von Tradition und Umweltschutz könnte auch in Zukunft viele neue Interessierte an die Jagd heranführen.
Für detaillierte Informationen über die Entwicklungen in der Schärdinger Jägerschaft können Sie den Artikel auf meinbezirk.at nachlesen.