In Schärding gab es kürzlich einen besonderen Anlass zu feiern. Maria Justl aus dem Bezirk Schärding wurde bei der ersten #BeWirkwerkstatt 2030 des Landes Oberösterreich ausgezeichnet. Die Veranstaltung, die mit einer feierlichen Zertifikatsverleihung endete, vereinte insgesamt 40 Teilnehmerinnen aus ganz Oberösterreich, die sich leidenschaftlich mit Themen wie Gleichstellung, Klimabewusstsein und Berufsorientierung auseinandersetzten. Diese Workshop-Phase, die von Oktober 2025 bis März 2026 stattfand, war geprägt von intensiven Diskussionen und der Entwicklung neuer Ansätze, beispielsweise zu Mikro-Feminismus und Frauen im Flugsport.
Maria Justl hat sich vorgenommen, Schulen in der MINT-Region Innviertel gezielt zu fördern. Ihre Ideen wurden während der Workshops geschärft, diskutiert und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Die Landeshauptmann-Stellvertreterin und Frauen-Landesrätin Christine Haberlander überreichte die Auszeichnungen und unterstrich damit das Ziel des Programms: Frauen bei der Umsetzung konkreter Projekte zu unterstützen und ihre Vernetzung zu stärken. Neben Fachvorträgen lag der Fokus auch auf Kommunikation, Präsentationstechniken und digitaler Sichtbarkeit – alles essentielle Skills in unserer modernen Welt.
Die MINT-Region Innviertel+
Die MINT-Region Innviertel+ umfasst die Bezirke Braunau, Ried, Schärding sowie die Region Passau in Deutschland. Das ist nicht nur geografisch spannend, sondern auch eine Gelegenheit für interkulturellen Austausch und Zusammenarbeit. Innerhalb dieser Region gibt es zahlreiche Gemeinden, die sich aktiv an MINT-Aktivitäten beteiligen. Im Bezirk Schärding sind das beispielsweise Altschwendt, Andorf und Brunnthal. Interessant ist, dass sich bereits ein Kindergarten aus Schärding für das KET-Programm (Kinder erleben Technik) angemeldet hat, welches von der WKOÖ Bezirksstelle Braunau-Ried-Schärding organisiert wird.
Ein weiterer spannender Punkt ist das FUTURE LAB, eine moderne Lernstätte, die sich auf Digitalisierung, Forschung und Technik konzentriert. Hier sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen angesprochen werden. Ab 2024 wird das mobile FUTURE LAB verstärkt in Schulen eingesetzt, was die Möglichkeiten für praktische MINT-Erfahrungen erheblich erweitert. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren – man darf gespannt sein!
Herausforderungen und Chancen für Frauen im MINT-Bereich
Die Herausforderungen für Frauen im MINT-Bereich sind nicht zu unterschätzen. Ein OECD-Bericht zeigt, dass nur 30 % der Anfänger*innen in diesen Fächern Frauen sind. Oft brechen Frauen ihre Ausbildung vor dem Abschluss ab. Isolation und eine männerdominierte Kultur könnten Gründe dafür sein. Das ist bedauerlich, denn viele OECD-Länder setzen bereits Initiativen um, um geschlechtsspezifische Unterschiede zu verringern. In Deutschland beispielsweise werden Maßnahmen zur Chancengerechtigkeit im Hochschulbereich ergriffen.
In diesem Kontext ist es wichtig, dass Programme wie die #BeWirkwerkstatt und regionale Initiativen in der MINT-Region Innviertel nicht nur das Bewusstsein schärfen, sondern auch konkrete Schritte zur Förderung von Frauen in diesen Bereichen unternehmen. Das Potenzial ist riesig, und mit der richtigen Unterstützung kann die nächste Generation von Frauen in MINT-Fächern ganz neue Maßstäbe setzen.
