In Schärding, einem beschaulichen Ort in Oberösterreich mit etwa 5.000 Einwohnern, ist zurzeit einiges los. Mario Zehentmayer, der seit 2021 als Gemeinderat und Bezirkssprecher der MFG (Menschen-Freiheit-Grundrechte) aktiv ist, hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Bürgern in seiner Gemeinde zu helfen und gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Der 46-Jährige, ein Polit-Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse, bringt frischen Wind in die lokale Politik, auch wenn der Wind manchmal ganz schön rau weht. So hat er jüngst eine Resolution zur Neustrukturierung und Entlastung der Gemeinden eingebracht, die eine Absenkung der Landesumlage für die Jahre 2026 und 2027 forderte. Schärding könnte dadurch jährlich rund 515.000 Euro sparen, doch die Resolution wurde abgelehnt – 10 Mandatare stimmten dafür, 3 dagegen und 17 enthielten sich. Ein klarer Rückschlag für Zehentmayer, der sich als Einzelkämpfer sieht und dennoch nicht aufgibt.

Die Herausforderungen für Zehentmayer sind vielfältig. Steigende Preise belasten die Bürger und er sucht nach Lösungen, um ihnen unter die Arme zu greifen. So stehen für ihn wichtige Themen wie leistbares Wohnen, die Etablierung eines Jugendtreffs in Schärding sowie die Sicherstellung der Bargeldversorgung für ältere Menschen ganz oben auf der Agenda. Mit seiner offenen Art ermutigt er die Bürger, an den Gemeinderatssitzungen teilzunehmen, um gemeinsam Lösungen zu finden. Auch plant er, in den kommenden Monaten weiterhin Anträge einzubringen und die Sichtbarkeit der MFG zu erhöhen. Ein öffentliches Grillfest am 31. Mai in der Passauerstraße 34 soll dazu beitragen – alle sind eingeladen!

Ein umstrittenes Asylprojekt

Doch es gibt auch dunkle Wolken am politischen Himmel. In Schärding soll ein Großlager für Asylwerber entstehen, was für Aufregung sorgt. Geplant ist ein Containerdorf auf 15.000 Quadratmetern, um Flüchtlinge aufzunehmen. Allerdings gab es bisher keine Gespräche mit der Gemeinde – Land und Bund wollen Tatsachen schaffen, was die Bürger verunsichert. Zehentmayer äußerte Bedenken bezüglich der Integration und des friedlichen Zusammenlebens mit einem solchen Großquartier. Der Standort liegt in der Nähe eines Bahnhofs und einer Diskothek, was potenzielle Probleme birgt.

Die MFG hat bereits eine Unterschriftenaktion gegen das Projekt gestartet. Bei den letzten Wahlen erzielte die MFG in Schärding 4,76 Prozent der Stimmen und konnte sich so einen Platz im Gemeinderat sichern. Die FPÖ, die mit der ÖVP eine Koalition bildet, reagierte zunächst nicht auf die Bedenken, startete jedoch später ebenfalls eine Unterschriftensammlung gegen das Asylheim. Hier zeigt sich einmal mehr, dass es Parteien wie die MFG braucht, um die etablierten Parteien an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Sie verlangen eine Aufteilung der Flüchtlinge auf mehrere Quartiere innerhalb und außerhalb des Stadtgebiets, um die Integration zu fördern.

Ressourcen und Vernetzung für die Integration

Eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten ist jedoch nicht nur eine Frage des Standorts, sondern auch der Ressourcen und des Engagements der Kommunen. Ein aktueller Bericht der Bertelsmann Stiftung beleuchtet die Lernerfahrungen von Kommunen bei der Aufnahme und Integration von Geflüchteten. Dabei stehen Engagement, Vernetzung und die Stärkung kommunaler Resilienz im Mittelpunkt. Die Untersuchung zeigt, dass die Einbindung der Bürger und das Schaffen von Netzwerken entscheidend für den Erfolg sind. Es wird deutlich, dass die Kommunen auf die Unterstützung ihrer Einwohner angewiesen sind, um die Herausforderungen der Integration zu meistern.

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In diesem Kontext ist die Rolle von Mario Zehentmayer und der MFG besonders relevant. Denn sie stehen für ein politisches Engagement, das den Bürgern eine Stimme gibt und sich für ihre Interessen einsetzt. Auch wenn der Weg steinig ist – Zehentmayer schließt einen Wechsel zu einer anderen Partei aus, unabhängig vom Erfolg der MFG. Das zeigt, dass er fest entschlossen ist, für die Anliegen der Schärdinger zu kämpfen und nicht aufzugeben.