Am vergangenen Sonntag fand im Freilichtmuseum Andorfer Brunnbauerhof ein Volksmusiknachmittag unter dem Motto „Frisch außa“ statt, der trotz drohender Gewitterstimmung die Herzen der Besucher höher schlagen ließ. Zahlreiche Gäste aus nah und fern kamen zusammen, um die Tradition der Volksmusik zu feiern. Die Atmosphäre war einfach großartig, und das Wetter konnte die gute Laune nicht trüben.

Auf der Bühne sorgten das Kreuzberg Trio, die Pramtaler Saitenmusi und die Zechgemeinschaft Raab für musikalische Höhepunkte. Mit ihren Instrumenten wie Steirischer Harmonika, Gitarre und Zither brachten sie die Menschen zum Mitsingen und Tanzen. Selbst als die ersten Regentropfen fielen und ein Gewitter aufzog, blieb die Stimmung ungebrochen. Das Programm wurde kurzerhand in die alten Gemäuer des Brunnbauerhofs verlegt, wo die Besucher weiterhin fröhlich musizierten und tanzten.

Kulinarische Genüsse und traditionelle Tänze

Natürlich durfte auch die regionale Kulinarik nicht fehlen. Die Gäste konnten sich an Speck-, Grammelschmalz- und Käsebrötchen erfreuen, dazu wurde hausgemachte Süßspeisen und Bauernmost serviert. Die Volkstanzgruppe begeisterte mit schwungvollen Darbietungen, die jedem den Rhythmus in die Beine zauberten. Es war eine Mischung aus Tradition und Freude, die den Brunnbauerhof in einen Ort des lebendigen Brauchtums verwandelte.

Der Brunnbauerhof selbst, mit seinem historischen Charme, bot die perfekte Kulisse für diese Veranstaltung. Er wurde 1995 zum 1. Innviertler Freilichtmuseum ernannt und zeigt die Landwirtschaft der Vergangenheit. Der älteste Gebäudeteil wurde vor über 200 Jahren erbaut. Hier können Besucher die originale Einrichtung aus dem frühen 20. Jahrhundert bewundern und einen Eindruck davon bekommen, wie das Leben der Hofbewohner damals war.

Einblicke in die Vergangenheit

Vor der Mechanisierung, die nach dem Zweiten Weltkrieg begann, war die Landwirtschaft ein mühevolles Geschäft. Knechte und Mägde lebten und arbeiteten zusammen mit den Bauernfamilien auf den Höfen, und Pferde waren eine wertvolle Hilfe. Heute hingegen erledigen moderne Maschinen wie Traktoren und Mähdrescher viele Arbeiten, die früher von Hand gemacht wurden.

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Das Museumsteam des Brunnbauerhofs organisiert das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen, um den denkmalgeschützten Hof mit Leben zu füllen. Kulturelle Institutionen sind eingeladen, eigene Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und Ausstellungen durchzuführen. So bleibt der Brunnbauerhof ein lebendiger Ort, der die Geschichte der Region bewahrt und gleichzeitig neue Traditionen schafft.

Insgesamt verdeutlicht der Volksmusiknachmittag, wie wichtig das Brauchtum in unserer Gesellschaft ist. Es sind solche Veranstaltungen, die die Gemeinschaft stärken und ein Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln. Auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt – die Menschen finden immer einen Weg, um zusammenzukommen und das Leben zu feiern. Wer weiß, vielleicht wird man beim nächsten Mal wieder von der Musik und der Kulinarik des Brunnbauerhofs verzaubert!

Für weitere Informationen über den Brunnbauerhof und kommende Veranstaltungen lohnt sich ein Blick auf die offizielle Webseite.