Betrunkener Bergsteiger in den Alpen gerettet: Mutiger Einsatz am Drachenwand-Gipfel
Am 4. Juli 2026, um 20:45 Uhr, ereignete sich ein bemerkenswerter Vorfall am Gipfel der Drachenwand. Ein 50-jähriger Bergsteiger aus dem Bezirk Vöcklabruck, der vermutlich gerade einen Ausblick genossen hatte, entdeckte einen schwer betrunkenen 57-jährigen Bergsteiger aus dem Bezirk Bludenz. Der Mann, der nach eigenen Angaben vor seiner Tour mehrere Bier konsumiert hatte, war ohne jegliche Ausrüstung über den Klettersteig zum Gipfel gelangt. Man kann sich vorstellen, dass das nicht nur gefährlich, sondern auch ziemlich mutig war – oder einfach nur unvernünftig.
Der 57-Jährige zeigte deutliche Anzeichen von Unsicherheit, als er dort oben angekommen war. Angesichts dieser Situation bot der 50-Jährige seine Hilfe an. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg in Richtung der nächstgelegenen Forststraße. Es ist kaum zu glauben, aber der Bludenzer hatte seine Tour bereits um 4 Uhr morgens begonnen. Zuerst wanderte er im Höllengebirge über den Brennerriesensteig, bevor er zum Dachsteinblick aufbrach. Nach dieser anstrengenden Tour entschied er sich, den Mahdlgupf-Klettersteig zu begehen. Und nach all dem entschloss er sich, als krönenden Abschluss den Drachenwand-Klettersteig in Angriff zu nehmen – eine Entscheidung, die ihm zum Verhängnis werden sollte.
Einsatz der Bergrettung Mondsee
Die Bergrettung Mondsee wurde umgehend zum Einsatzort geschickt. Um 21:30 Uhr erreichte sie den 57-Jährigen und brachte ihn mit einem Einsatzfahrzeug ins Tal. Es ist unbestreitbar, dass der schnelle Einsatz der Bergrettung eine potenziell gefährliche Situation entschärfte. Man kann sich nur vorstellen, was für ein Schock für den Bludenzer gewesen sein muss, als er realisierte, dass er in einem solchen Zustand auf einem Berg festsaß. Es zeigt auch, wie wichtig es ist, die eigene Sicherheit im Gebirge ernst zu nehmen.
Wie die Berichte zeigen, ist Wandern in Österreich eine beliebte, aber auch gefährliche Freizeitbeschäftigung. Laut der alpinen Unfallstatistik von ÖKAS und BMI sterben durchschnittlich 106 Personen jährlich beim Wandern. Das klingt alarmierend, wenn man bedenkt, dass auf Pisten und Skirouten rund 29 Todesopfer pro Jahr verzeichnet werden und bei Skitouren etwa 22. Die Geographin Susanna Mitterer, die seit 2022 wieder am ÖKAS arbeitet, kümmert sich um die Alpine Notfalldatenbank und hat sicherlich einige interessante Einblicke in die Hintergründe dieser Zahlen.
Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Berge, so schön sie auch sind, immer Respekt und Vorbereitung verlangen. Wenn man dann noch den Alkohol ins Spiel bringt, wird die Sache schnell gefährlich. Ob die dramatischen Erlebnisse am Gipfel der Drachenwand den 57-Jährigen zum Umdenken bringen, bleibt abzuwarten. Eins ist sicher: Ein Ausblick kann auch gefährlich sein, wenn man nicht auf seine Sicherheit achtet. In diesem Sinne – bleibt sicher und genießt die Natur, aber bitte mit dem nötigen Respekt!
Für weitere Informationen zu diesem Vorfall können Sie die Quelle hier nachlesen. Zusätzliche Details sind auch auf vorarlberg.orf.at verfügbar.
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