Die Familie Gschwandtner hat sich in Zell am Moos auf eine spannende Reise begeben. 2024 übernahmen sie den „Biohof beim Hitzl“ und haben sich damit das Ziel gesetzt, das Haupteinkommen ihrer fünfköpfigen Familie aus der Landwirtschaft zu sichern. Und das ist ganz schön ambitioniert, wenn man bedenkt, dass sie langfristig auch eineinhalb Arbeitskräfte am Hof beschäftigen wollen. René Gschwandtner bringt als Elektrotechniker, landwirtschaftlicher Facharbeiter und Forstwirtschaftsmeister eine breite Palette an Fähigkeiten mit, während seine Frau Marlene als ausgebildete Konditorin und ehemalige Einzelhandelsmitarbeiterin für die kulinarischen Seiten des Hofs zuständig ist.

Es ist kaum zu glauben, aber nach über 20 Jahren Pause haben sie wieder Milchkühe in Brandstatt gehalten! Ein echtes Comeback für die Region. Der Altstall wurde modernisiert und erweitert, und seit dem Frühjahr 2025 genießen 16 Milchkühe die Vorzüge eines neuen Tierwohl Plus-Stalls. Die Futterbasis des Hofes umfasst knapp 20 Hektar Grünland sowie 20 Prozent Steilflächen. Die gesamte Bio-Heumilch wird an Woerle in Henndorf geliefert, und eine Heutrocknungsanlage sorgt für erstklassige Rauhfutterqualität. Die Milchviehherde stammt von einem Betrieb ohne Hofnachfolge, was eine interessante Wendung in der Geschichte des Hofes darstellt.

Ein ganzheitliches Konzept

Doch das ist noch nicht alles! Auf dem Hof leben auch Ziegen, Hühner, Katzen, Hasen und sogar Pferde. Ein Fischteich rundet das Bild ab. Um zusätzliche Einkünfte zu generieren, wurde auch „Urlaub am Bauernhof“ ins Leben gerufen, mit zehn Betten in zwei gemütlichen Ferienwohnungen. Die Familie ist stolz darauf, Mitglied beim Landesverband „Urlaub am Bauernhof“ zu sein und hat sich auf „Urlaub am Bio-Bauernhof“ spezialisiert. Rund 75 Prozent der Gäste nehmen aktiv am Hofleben teil, was für eine tolle Atmosphäre sorgt!

Die hofeigenen Bioprodukte sind ein weiterer Grund, warum die Gäste immer wieder kommen. Dazu zählen Heumilch, Eier, Obst, Marmeladen, Säfte und sogar Schnaps. Das umfassende Infomaterial zum Thema Bio wird gut angenommen und zeigt, dass die Familie Gschwandtner nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein pädagogisches Konzept verfolgt. Artenvielfalt und Nachhaltigkeit werden hier seit Generationen gelebt. Magerwiesen, der Fischteich und der Bachlauf ziehen umweltbewusste sowie naturinteressierte Gäste an. In der ersten Saison gab es über 100 Belegtage, was die Beliebtheit des Angebots eindrucksvoll belegt.

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein weiteres spannendes Kapitel in der Geschichte des Hofes ist die nachhaltige Wirtschaftsweise. Immer mehr Bauern setzen auf erneuerbare Energien, und auch der „Biohof beim Hitzl“ verfolgt diesen Weg. Die Installation von Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung sowie zur Heizungswärme könnte eine Option sein. Außerdem könnte die Verwendung von Hackschnitzelheizungen mit biologischen Festbrennstoffen aus eigener Herstellung zur Reduzierung der Kosten und der Umweltbelastung beitragen.

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Die Gschwandtners könnten auch eigene Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen auf den Hofdächern in Betracht ziehen oder Ökostrom beziehen. In vielen nachhaltigen Bauernhöfen werden Abwasserreinigungen durch natürliche Schilf-Kläranlagen eingesetzt. Auch bei den Ferienunterkünften könnte nachhaltige Bauweise mit Natursteinen, Granit oder Holz aus eigenen Wäldern eine gute Idee sein. Allergikerfreundliche Ausstattung und die Verwendung von schadstoffarmen Textilien sind ebenfalls ein Pluspunkt für umweltbewusste Gäste.

Die Verpflegung könnte durch selbstangebaute und selbstgemachte Produkte wie Brot, Eier, Marmelade und vieles mehr bereichert werden. Um den Transportweg zu minimieren, könnten die hofeigenen Produkte über einen kleinen Hofladen verkauft werden. Eine interessante Herausforderung wäre auch die Aufklärung der Gäste über Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen, vielleicht sogar mit Vergünstigungen für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch Gästekarten.

Mit all diesen Maßnahmen zeigt die Familie Gschwandtner, dass sie nicht nur in die Zukunft denkt, sondern auch die Gegenwart aktiv gestaltet. Die Verbindung von traditioneller Landwirtschaft und modernem Tourismus könnte die Grundlage für eine blühende Zukunft sein. Wer weiß, was die nächsten Jahre bringen werden? Es bleibt spannend!

Für weitere Informationen über den Biohof und seine Angebote besuchen Sie die offizielle Website.