In Vöcklabruck hat das Interreligiöse Dialogforum zur zweiten „Friedensroas“ eingeladen. Diese besondere Veranstaltung führte die Teilnehmenden durch die Stadt und besuchte dabei verschiedene Gotteshäuser. Ziel war es, ein starkes Zeichen für Frieden, Respekt und gegenseitiges Verständnis zu setzen. Über die Route, die unter anderem die Evangelische Friedenskirche, die Rumänisch-Orthodoxe Kirche, die Römisch-Katholische Stadtpfarrkirche, die Neuapostolische Kirche sowie die Moschee des Bosniakisch-Österreichischen Kultur- und Bildungszentrums umfasste, wurden an jeder Station Impulse zum Thema Frieden und den Austausch zwischen den Glaubensgemeinschaften gegeben.

Die Veranstaltung endete in der Moschee, wo es ein geselliges Beisammensein mit Erfrischungen gab. Die freiwilligen Spenden, die während der Friedensroas gesammelt wurden, kommen dem Caritas-Lerncafé in Vöcklabruck zugute. Es ist erfreulich zu sehen, wie engagiert die Bürgerinnen und Bürger sich für ein respektvolles Miteinander einsetzen. Das Interreligiöse Dialogforum wurde 2019 gegründet und setzt sich für ein harmonisches Miteinander in der Stadt ein. Die Initiative solch einer Veranstaltung ist nicht nur ein Zeichen des guten Willens, sondern auch eine wichtige Katalysator für den interreligiösen Austausch.

Friedensroas 2026

Die nächste Einladung zur Friedensroas wird für den 26. Juni 2026 ausgesprochen. Diese wird ebenfalls vom Interreligiösen Dialogforum organisiert und verspricht, ein weiteres bedeutendes Event für Vöcklabruck zu werden. Interessierte sollten sich bereits jetzt den Termin vormerken! Doch das ist nicht alles – im Rahmen des „Peacewalk 2026“ werden vom 25. Juni bis 11. August 2026 Pilger*innen aus 19 Ländern von Vorarlberg über Innsbruck, Salzburg und Linz bis zur ungarischen Grenze wandern. Alle Etappen sind öffentlich und kostenfrei, allerdings ist eine Anmeldung über die Website des Civil Action Networks notwendig.

Zusätzlich zur Friedensroas gibt es weitere Veranstaltungen, die das Thema Frieden in den Mittelpunkt stellen. Beispielsweise lädt Monika Steiner am 11. Oktober 2026 zu einer Wanderung im Haag am Hausruck ein. Ein Weltfriedensfestival wird vom 3. bis 5. Juli 2026 in Schörfling am Attersee stattfinden, und ein Treffen der Frauen für Frieden ist für den 3. und 4. Oktober 2026 im Landgasthof Kobleder in Großweiffendorf, Mettmach, OÖ, geplant. Diese Vielzahl an Aktivitäten zeigt, wie wichtig das Thema Frieden in unserer Gesellschaft ist.

Der interreligiöse Dialog

Der interreligiöse Dialog ist eine essenzielle Grundlage für das friedliche Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft. Historisch gesehen hat Jesus den Glauben an andere Hintergründe nicht ausgeschlossen, wie die Geschichten von der Samaritanerin oder dem römischen Hauptmann zeigen. Heute wird der Dialog zwischen den Religionen als notwendig erachtet, um ein besseres Verständnis füreinander zu entwickeln. Ökumenische Organisationen, wie die Konferenz Europäischer Kirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland, betonen die Bedeutung des Dialogs für den Frieden.

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Es ist bemerkenswert, wie sich die katholische Kirche im Laufe der Zeit geöffnet hat. Der Heilsexklusivismus wurde beim 2. Vatikanum überwunden, was eine neue Ära des interreligiösen Dialogs einläutete. Auch der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog, der 1964 gegründet wurde, trägt aktiv zur Förderung des Austausches zwischen den Religionen bei. Solche Bemühungen sind nicht nur wichtig, sondern auch dringend notwendig, um ein respektvolles Miteinander zu fördern und Vorurteile abzubauen.

Die Friedensroas in Vöcklabruck und die geplanten Veranstaltungen in den kommenden Jahren sind ein eindrucksvolles Zeichen für das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv für Frieden und Verständnis einsetzen. Das macht Hoffnung auf eine harmonische Zukunft in einer oft so geteilten Welt.

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