Bei der Generalversammlung des Heimatbundes Mondseeland im Bauernmuseum Mondsee versammelten sich über 50 Mitglieder, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Ein zentrales Anliegen dieser Versammlung war die Neuwahl des Vorstands. Johannes Pfeffer wurde erneut zum Obmann gewählt, was, ehrlich gesagt, ein Zeichen des Vertrauens ist. Neben ihm sitzen nun Karola Birgel-Kaltenbrunner als Obmann-Stellvertreterin, Daniela Pfeffer als Schriftführerin, Romana Eder als Schriftführerin-Stellvertreterin, Franz Schwaighofer, der auch Vizebürgermeister ist, als Kassier, und Fabian Wonnebauer als Kassier-Stellvertreter. Thomas Ebner macht das Team als Beirat komplett.

Ein emotionaler Moment war die Verabschiedung von Rudolf und Hildegard Wilfingseder, die nach langjährigem Engagement aus dem Vorstand schieden. Es ist immer ein wenig bittersüß, wenn langjährige Wegbegleiter ihren Abschied nehmen. Klaus Landa vom Verbund Oberösterreichischer Museen betonte in seinem Beitrag die wichtige Rolle von Museen als Kulturträger, Lernorte und Wirtschaftsfaktor. Der Heimatbund Mondsee betreut mehrere Museen und Archive, darunter das Österreichische Pfahlbau- und Klostermuseum, das Bauernmuseum, das Freilichtmuseum Mondseer Rauchhaus und das Verkehrs- und Ischlerbahnmuseum. Insgesamt verwalten sie etwa 3.775 Quadratmeter Museums- und Archivfläche sowie rund 13.500 Quadratmeter Freifläche im Freilichtmuseum.

Kultur lebendig halten

Obmann Pfeffer hob in seiner Ansprache die gemeinsame Aufgabe hervor, die Museumslandschaft zu erhalten. Es ist ein wichtiges Anliegen, das kulturelle Erbe für die kommenden Generationen zu bewahren. Im vergangenen Jahr leisteten die Mitglieder des Heimatbundes rund 5.000 ehrenamtliche Stunden in den Museen und im Archiv. Das zeigt, wie engagiert die Gemeinschaft ist! Jährlich besuchen etwa 32.000 Menschen die Museen, was die Bedeutung dieser Einrichtungen unterstreicht.

Die Herausforderungen sind jedoch nicht gering. Ein Beispiel ist das Leader-Projekt, das sich der Erhaltung und Restaurierung historischer Schiffe widmet. Johannes Pfeffer hat hierfür über 2.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert. Da denkt man sich: Wow, das ist eine Menge! Karola Birgl und andere ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten an einem professionellen Archiv für das Mondseeland, wo historische Unterlagen zur Dampfschifffahrt, Schulentwicklung und regionalem Bauwesen archiviert werden. Es wird ein großes Augenmerk auf die Dokumentation gelegt, um auch zukünftigen Generationen Zugang zu diesen Schätzen zu ermöglichen.

Ein Aufruf zur Mithilfe

Ein wichtiger Punkt, den der Heimatbund anspricht, ist der Aufruf zur Sammlung von historischen Materialien. Gesucht werden Prospekte, Ansichtskarten, Dokumente, Bücher, Fotografien und Filme, die das Leben im Mondseeland dokumentieren. Besonders gefragt sind Themen wie Arbeit und Gewerbe, Katastrophen, Feste und Brauchtum. Wer noch alte Schätze hat, sollte diese nicht einfach wegwerfen! Das Archiv bietet die Möglichkeit, Kopien und Digitalisate anzufertigen, sodass die Originale erhalten bleiben.

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Das Archiv selbst hat seine Öffnungszeiten von 1. Mai bis 26. Oktober 2026, Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Führungen können nach Terminabsprache organisiert werden, auch in Englisch. Es gibt eine umfangreiche Fotosammlung ab 1860, eine Pfahlbau-Bibliothek und Filme zu mondsee-relevanten Themen. Es fühlt sich einfach gut an, Teil dieses Engagements zu sein. Wir alle sind gefordert, das Kulturgutverlust zu verhindern und das regionale Archiv weiter aufzubauen. Es ist eine spannende Zeit für den Heimatbund Mondseeland! Wer Interesse hat, kann sich auch direkt an das Archivteam wenden, um weitere Informationen zu erhalten oder um eine Führung zu buchen.

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