Am 7. Juli 2026 fand in der HTL Vöcklabruck ein ganz besonderes Event statt. Zehn Schülerinnen und zwei Lehrerinnen der „Don Bosco Schule BAfEP“ nahmen am Repair Café teil. Der Fokus lag auf der Reparatur von allerlei kaputter Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und sogar Smartphones. Das Motto „Reparieren statt wegwerfen“ war nicht nur ein Slogan, sondern ein Leitgedanke, der während des gesamten Tages spürbar war.

Für die Schülerinnen bot sich die Möglichkeit, nicht nur handwerkliches Geschick zu erlernen, sondern auch ein Bewusstsein für nachhaltige Praktiken zu entwickeln. Unterstützt wurden sie dabei von Schülern und Lehrern der HTL Vöcklabruck, die mit ihrem Fachwissen zur Seite standen. Die Atmosphäre im Raum war von Konzentration und Begeisterung geprägt – es wurde geschraubt, gelötet und repariert, und am Ende konnten rund 45 Prozent der mitgebrachten Gegenstände erfolgreich wieder in Gang gesetzt werden. Besonders häufig wurden Batterien ausgetauscht und Kurzschlüsse behoben.

Einblicke und Ausblicke

Eine spannende Ergänzung zu diesem praktischen Teil war der Vortrag eines Vorstandsmitglieds vom OTELO Vöcklabruck. Er erklärte nicht nur die Arbeit des Vereins, sondern auch die Grundlagen eines Repair Cafés. Die Lehrer*innen sorgten für eine reibungslose Ablauforganisation, während die Schülerinnen durch positives Feedback von den Reparaturhelfern motiviert wurden. Es war klar, dass viele von ihnen die Wichtigkeit des selbstständigen Tuns erkannt hatten. Reparieren schont schließlich nicht nur die Geldbörse, sondern auch wertvolle Ressourcen.

Solche Veranstaltungen sind Teil der Schulprojektwochen und sollen Schülerin und Schülern nicht nur handwerkliche Fähigkeiten näherbringen, sondern auch ein Lichtblick in der Wegwerfkultur darstellen. Das nächste öffentliche Repair Café in Vöcklabruck findet übrigens am Freitag, dem 13. November 2026, von 14 Uhr bis 17 Uhr im Offenen Kulturhaus / OKH statt – organisiert vom Verein OTELO.

Nationale und internationale Bedeutung

Repair Cafés gibt es nicht nur in Vöcklabruck. Sie sind mittlerweile an vielen Orten ein wichtiges Element im Kampf gegen die Wegwerfmentalität. Das Bundesumweltministerium (BMUV) unterstützt mit dem Programm „Reparieren statt Wegwerfen“ solche Initiativen, um die Lebensdauer von Alltagsgegenständen zu verlängern. Laut einer Quelle werden die Fördermittel für neue Maschinen, Werkzeuge und Ausstattungen verwendet – eine wichtige Unterstützung, um die Reparaturkultur weiter auszubauen.

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Das BMUV hat sogar über drei Millionen Euro für gemeinnützige Vereine bereitgestellt, was zeigt, wie ernst es der Regierung mit dieser Thematik ist. Bei einem besonderen Anlass wird Bundesumweltministerin Steffi Lemke am 15. Februar 2025 eine Förderurkunde an das Repair-Café in Zeitz übergeben. Für viele Ehrenamtliche bedeutet das nicht nur eine Anerkennung ihrer Arbeit, sondern auch einen Anreiz, sich weiterhin für den Umweltschutz und die Reparaturkultur einzusetzen.

In der heutigen Zeit, in der der Begriff „Fast Fashion“ oft in den Medien auftaucht, ist es umso wichtiger, dass wir die Bedeutung der Reparatur und des Upcyclings in unseren Alltag integrieren. Schließlich geht es nicht nur um das Reparieren von Gegenständen, sondern um ein Umdenken in der Gesellschaft insgesamt.

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