Im Bezirk Wels und Wels-Land gab es kürzlich einen Grund zum Feiern: 54 frisch gebackene Jungjägerinnen und Jungjäger wurden feierlich empfangen. Die Veranstaltung fand im gemütlichen Zirbenschlössl in Sipbachzell statt, wo die Atmosphäre von Vorfreude und Stolz erfüllt war. Bezirksjägermeister Alfred Weinbergmair nahm sich die Zeit, um die neuen Jäger auf ihre Verantwortung im Revier hinzuweisen. Es ist nicht nur eine Leidenschaft, sondern erfordert auch Respekt und Verantwortung gegenüber Wild und Natur.

Besonders erfreulich ist, dass rund 20% der neuen Jungjäger Frauen sind. Das zeigt, dass die Jagd immer vielfältiger wird. Ein Drittel der Absolventen hat den Ausbildungsweg am ABZ Lambach eingeschlagen, wo die angehenden Jäger mehrere Jahre lernen. Die meisten von ihnen sind etwa 17 Jahre alt, aber es gibt auch einige jüngere Talente. Der jüngste Absolvent war ein 15-jähriger Junge aus Steinhaus, der die Prüfung bestanden hat, jedoch erst mit 16 Jahren unter Aufsicht jagen darf. Das zeigt, dass die junge Generation gut vorbereitet wird, um die Tradition der Jagd fortzuführen.

Herausforderungen und Ausbildung

Die Jagdprüfung gilt als äußerst anspruchsvoll. Sie setzt fundiertes Wissen in Wildbiologie, Ökologie, Jagdrecht, Waffen- und Munitionskunde sowie Jagdhundewesen voraus. Themen wie Wildverwertung und Erste Hilfe bei Jagdunfällen sind ebenfalls Teil des Lehrplans. Die Ausbildung umfasst etwa 140 Stunden Theorie und 20 Stunden praktische Übungen, inklusive Schießstandtrainings. Das ist kein Zuckerschlecken, doch die Absolventen haben es geschafft und können stolz auf ihre Leistungen sein!

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den Welser Jagdhornbläsern, die für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten. Eine Tombola rundete das Programm ab, und der Hauptpreis – ein Jagderlebnis im Bezirk Wels-Land – sorgte für zusätzliche Aufregung unter den Teilnehmern. Es war ein gelungener Abend, der die Gemeinschaft der Jägerschaft feierte und die neuen Mitglieder herzlich willkommen hieß.

Die Jagd wird weiblicher

Die aktuellen Entwicklungen in der Jagd spiegeln sich auch in überregionalen Trends wider. Laut einer Umfrage des Deutschen Jagdverbands (DJV) ist jeder vierte Teilnehmer in Jägerkursen eine Frau – das sind 24%! Die Zahl der Absolventen ist seit 2011 um beeindruckende 46% gestiegen. Zudem leben 23% des Jägernachwuchses in der Stadt, was zeigt, dass Jagd nicht nur ländliche Menschen anspricht. Viele der neuen Jäger arbeiten in Dienstleistungsberufen, was die Diversität der Gruppe weiter erhöht.

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Die Ausbildungskosten belaufen sich im Durchschnitt auf knapp 1.900 Euro, was für viele eine finanzielle Herausforderung darstellt. Dennoch sind die Bemühungen um die Weiterbildung in der Jagd nicht vergebens. Die Prüfungsanmeldungen stiegen 2017 auf etwa 17.000, und die Durchfallquote lag im Bundesschnitt bei 18%. Dies zeigt, dass die Jagdprüfung ernst genommen wird und sich die Absolventen intensiv vorbereiten.