Die „Mental Health Days“ an der HAK Wels sind mittlerweile ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Schule. In diesem Jahr fand die Veranstaltung zum zweiten Mal statt und brachte eine Fülle an Themen rund um die psychische Gesundheit auf die Agenda. Besonders erfreulich: Die Teilnahme war für alle Schüler kostenlos. Der Fokus lag auf der Aufklärung über psychische Gesundheit, die nicht nur im Privatleben, sondern auch in der Wirtschaft und Arbeitswelt von großer Bedeutung ist.

Jugendliche durften je nach Schulstufe unterschiedliche Vorträge besuchen. Die Themenschwerpunkte reichten von Prüfungsangst über Leistungsdruck bis hin zu Sucht, Depression, Suizidalität und (Existenz-)Ängsten. Das Ziel war klar: Hemmschwellen abbauen, aufklären und den offenen Umgang mit psychischen Belastungen fördern. Organisiert wurde das Ganze von der erfahrenen Psychologie-Professorin Sonja Kaltenböck, die mit ihrem Team dafür sorgte, dass die Schüler nicht nur Informationen, sondern auch Kontaktadressen zu kostenlosen Beratungsstellen erhielten.

Ein breites Unterstützungsnetzwerk

Die HAK Wels bietet ihren Schülern ein umfassendes Unterstützungsnetzwerk, das unter anderem Mentaltraining, Jugendcoaching und Schulpsychologie umfasst. HAK-Direktor Andreas Führer betonte in seiner Ansprache die immense Bedeutung der frühzeitigen Förderung mentaler Stärke. „Es ist entscheidend, dass wir unsere Jugendlichen in solchen Themen unterstützen“, so Führer.

Nach der Veranstaltung nahmen die Schüler an einer wissenschaftlichen Studie teil, die die Auswirkungen der Mental Health Days untersuchen sollte. Die Ergebnisse der Vorjahresstudie zeigten bereits ein positives psychisches Wohlbefinden und einen Rückgang depressiver Symptome. Ein schöner Erfolg, der Mut macht und zeigt, wie wichtig solche Initiativen sind.

Ein gemeinsames Ziel: Sensibilisierung

Unterstützung kam auch vom Verein zur Förderung eines selbstbestimmten Umgangs mit Medien, der nicht nur inhaltlich gestaltete, sondern auch für die Finanzierung der Veranstaltung sorgte. Dieses Engagement ist gerade in Zeiten, in denen die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stark gefordert ist, unerlässlich. Laut dem Bundesjugendministerium leben etwa ein Fünftel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland mit einer psychischen Störung. Häufige Probleme sind Ängste, ADHS, Lernstörungen, Depressionen sowie Sucht- und Essstörungen. Besonders betroffen sind Kinder aus armutsgefährdeten Familien, die mit fast einem Drittel stärker unter psychischen Belastungen leiden müssen.

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Die Folgen psychischer Störungen sind gravierend und reichen von schlechteren Schulleistungen bis hin zu langfristigen Belastungen. Daher ist frühe Prävention so wichtig! Das Bundesjugendministerium hat Materialien entwickelt, um Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren Stressbewältigungsstrategien zu vermitteln. Ein Beispiel dafür ist der Animationsfilm „Knietzsche und die Tricks gegen Stress“, der kostenlos für Familien, Schulen und Institutionen zur Verfügung steht.

Ein weiteres Beispiel ist das Präventionsprogramm „Wir zusammen – SOS-Mental Health Peers“, das Kinder, Jugendliche und Fachkräfte für psychische Gesundheit sensibilisieren möchte. Hierbei wird ein Peer-to-Peer-Ansatz verfolgt, bei dem Jugendliche einander unterstützen. Eine tolle Idee, die zeigt, wie wichtig es ist, dass Jugendliche sich gegenseitig helfen. Für belastete Kinder und Jugendliche gibt es auch Anlaufstellen wie die „Nummer gegen Kummer“ (116 111) sowie die Plattform „JugendNotmail“, die eine vertrauliche, kostenlose und datensichere Online-Beratung anbietet.