Rotes Kreuz in Wels: Über 50.000 Einsätze und ein starkes Ehrenamt
In der Region Wels hat das Rote Kreuz eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen. Im vergangenen Jahr wurden über 50.000 Einsätze durchgeführt, darunter 48.685 Einsätze des Rettungsdienstes und 2.607 Einsätze des Notarztdienstes. Diese Zahlen sind nicht nur beeindruckend, sie zeigen auch das unermüdliche Engagement von rund 1.400 Mitarbeitern, die größtenteils aus Freiwilligen bestehen. Diese Helferlein sind rund um die Uhr im Einsatz und stehen immer bereit, um in Notfällen zu helfen und die Menschen zu unterstützen. Bezirksrettungskommandant Andreas Heinz betont die Verfügbarkeit von Hilfe zu jeder Tageszeit – ein beruhigender Gedanke, nicht wahr?
Die Mitarbeiter setzen sich aus beruflichen Kräften, Ehrenamtlichen und Zivildienern zusammen. Die hohe Zahl der Einsätze und die damit verbundenen 346.874 Stunden, die für Krankentransporte, soziale Angebote und Jugendarbeit geleistet wurden, sind ein Beweis für die große Verantwortung, die auf den Schultern dieser Menschen lastet. Bezirksstellenleiter Bernhard Polier hebt die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes und die Förderung des Nachwuchses hervor. Der diesjährige Frühjahreskurs für Rettungssanitäter hat über 20 Teilnehmer und zeigt, dass es auch „Spätberufene“ gibt, die ihren Platz in der Organisation finden. Das Jugend-Rot-Kreuz ist ebenfalls aktiv und fördert die Wissensvermittlung und Begeisterung für die Hilfsorganisation.
Steigende Anforderungen und Herausforderungen
In einer Zeit, in der die Anforderungen an die Einsätze steigen, wird laut Heinz auch beobachtet, dass Einsatzfahrzeuge zunehmend für nicht dringende Transporte genutzt werden. Das ist ein Punkt, der sicherlich zur Diskussion anregen könnte. Denn während die Helfer sich bemühen, immer zur Stelle zu sein, ist es wichtig, dass die Ressourcen auch in der richtigen Weise eingesetzt werden. Die hohe fachliche Ausbildung und die sozialen Werte der acht Ortsstellen in der Region sind jedoch ein Lichtblick. Sie zeigen, dass das Rote Kreuz in Wels nicht nur auf Quantität setzt, sondern auch auf Qualität.
Doch was ist mit der Ausbildung? Im benachbarten Deutschland, wo das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine der größten Ausbildungsstätten ist, werden in verschiedenen Bereichen wie Pflege, Rettungsdienst, Erziehung und Verwaltung zahlreiche Ausbildungsplätze angeboten. Dies könnte auch als Vorbild für das Rote Kreuz in Wels dienen. Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten sind dort natürlich auch ein großes Thema. Engagierte Kolleginnen und Kollegen, faire Vergütung und eine professionelle Ausstattung sind nur einige der Punkte, die das DRK bietet. Besonders wichtig ist die Ausbildung junger und motivierter Talente.
Ein Blick über die Grenzen
In Deutschland waren 2021 rund 85.000 Personen im Rettungsdienst beschäftigt. Das ist eine beeindruckende Zahl! Innerhalb von zehn Jahren stieg die Zahl der hauptamtlich Beschäftigten um 71 %. Das zeigt, wie wichtig und gefragt die Berufe im Rettungsdienst sind. Die Bundesagentur für Arbeit sieht den Bedarf an Fachkräften im Rettungsdienst als hoch an, und es wird immer deutlicher, dass diese Berufe als Engpassberufe gelten. Der Frauenanteil im Rettungsdienst stieg von 27 % im Jahr 2011 auf 34 % im Jahr 2021 – das ist ein Fortschritt!
Die Herausforderungen im Gesundheitswesen insgesamt sind nicht zu unterschätzen. Während der Anteil der Männer im Gesundheitswesen bei nur 25 % liegt, sind 75 % der Beschäftigten weiblich. Das zeigt, dass im Gesundheitsbereich ein klarer Trend zu beobachten ist. Wer weiß, vielleicht ist das auch ein Ansporn für das Rote Kreuz in Wels, noch mehr junge Menschen für diese wichtigen Berufe zu begeistern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird, aber eines steht fest: Das Rote Kreuz leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesellschaft, und das verdient Respekt und Anerkennung.
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