Etwas Aufregung in Wels-Land! Das Bildungshaus Schloss Puchberg hat ein ganz besonderes Sommertheater auf die Beine gestellt. Im Juni und Juli wird das Stück „Sex in der Bibel“ aufgeführt. Ja, richtig gehört! Hierbei handelt es sich um eine humorvolle Auseinandersetzung mit einem Thema, das viele vielleicht als Tabu betrachten würden. Die Inszenierung verspricht, sowohl unterhaltsam als auch tiefgründig zu sein.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die Seelsorgerin Susanne Traugott. Sie sorgt sich um das abnehmende Interesse an Glauben und Kirche in ihrer Gemeinde. Um dem entgegenzuwirken, lädt sie zu einem Vortragsabend mit dem Titel „Erotik im Hause des Herrn“ ein. Hierbei wird die unbefangene Behandlung von Sexualität in der Bibel thematisiert, was durchaus für Gesprächsstoff sorgen dürfte. Die Idee zu diesem spannenden Projekt stammt von Johannes Neuhauser, einem Psychotherapeuten, Regisseur und Autor, der auch für die Bühnenfassung verantwortlich ist.
Einblicke in die Inszenierung
Bettina Buchholz, die die Inszenierung und das Schauspiel leitet, bringt mit 18 Jahren Erfahrung am Linzer Landestheater viel Expertise mit. Unterstützt wird sie von den talentierten Schauspielerinnen und Schauspielern der Theatergruppe M.23. Musikalisch und visuell wird das Ganze von Günther Gessert und Bühnentechniker Manfred Pichler gestaltet. Ein echtes Teamwork, das hier inszeniert wird!
Die Aufführungen finden im Schlosshof statt, natürlich bei schönem Wetter. An Regentagen zieht man dann in den Festsaal um. Die ersten Termine sind am Sonntag, dem 14. Juni, und die letzte Vorstellung wird am Sonntag, dem 5. Juli, stattfinden. Alle Aufführungen beginnen um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 25 Euro – ein fairer Preis für einen Abend voller Lachen und Nachdenklichkeit.
Der Vortragsabend
Besonders hervorzuheben ist der Vortragsabend am Freitag, dem 19. Juni 2026, von 19 bis 20.30 Uhr, bei dem Johannes Neuhauser und Bettina Buchholz als Referenten auftreten. Hier wird das Thema „Erotik im Hause des Herrn“ weiter vertieft. Die Diskussionen könnten spannungsgeladen werden, denn die Gemeindemitglieder haben in der Vergangenheit nur begrenztes Interesse an den Veranstaltungen gezeigt – meist nur zu besonderen Anlässen wie Weihnachten oder Hochzeiten. In diesem Kontext wird auch die Sicht auf erotische Frauen im Alten Testament, schwule Männer und das „Hohelied der Liebe“ angesprochen. Ein mutiger Schritt, der sicher einige zum Nachdenken anregen wird. Und wer weiß, vielleicht wird ja auch über die Zuwendung Jesu zu Frauen diskutiert und die Kritik an der Entstellung seiner Person durch Päpste und Theologen.
Das Publikum wird eingeladen, aktiv an der Diskussion teilzunehmen, was für zusätzliche Dynamik sorgen könnte. Der Obmann der katholischen Männerbewegung wird ebenso zu Wort kommen wie Vertreterinnen der Pfarrcaritas, die sich für mehr Verständnis für Sexdienstleisterinnen aus Osteuropa einsetzen. Spannende Zeiten stehen uns bevor!
Ein unkonventionelles Theatererlebnis
Solche Themen im Rahmen eines Theaters zu behandeln, ist gewiss nicht alltäglich. Doch genau hierin liegt der Reiz. Es ist eine Einladung an alle, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die oftmals in der Gesellschaft als unangenehm gelten. Das Sommertheater im Schloss Puchberg könnte somit nicht nur ein unterhaltsamer Abend sein, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über Glauben und Sexualität leisten.
Wer mehr Informationen sucht, findet diese unter Vielfalt Kultur. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!