Am 5. Dezember 2025 empfing Nationalratspräsident Walter Rosenkranz den kasachischen Außenminister Yermek Kosherbayev in Wien. In einem konstruktiven Gespräch, an dem auch der Zweite Nationalratspräsident Peter Haubner teilnahm, wurden die bilateralen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Kasachstan erörtert. Rosenkranz hob die exzellenten Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor und erwähnte, dass zahlreiche österreichische Firmen in Kasachstan aktiv sind und dort ihr Fachwissen einbringen. Laut OTS wurde eine Einigung auf eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Parlamentarismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung erzielt.

Die Gespräche konzentrierten sich auch auf die Digitalisierung und den Einsatz von künstlicher Intelligenz, wobei Rosenkranz die Notwendigkeit betonte, Sicherheitsstandards im digitalen Bereich zu gewährleisten. Kosherbayev erläuterte Kasachstans Fortschritte bei der Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung. Des Weiteren wurden Herausforderungen in den Bereichen Landwirtschaft, Soziales und Verkehr diskutiert.

Bilateral und wirtschaftlich gut vernetzt

Österreich und Kasachstan pflegen seit dem 19. Februar 1992 diplomatische Beziehungen. Österreich ist das einzige Land in Zentralasien, das seit dem 22. November 2007 mit einer Botschaft in Astana vertreten ist, und hat seit dem 1. Juli 2010 einen eigenen Handelsdelegierten in Almaty. Es hat sich ein regelmäßiger Austausch auf politischer Ebene etabliert, der sich in einem steigenden Handelsvolumen widerspiegelt. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern betrug im Jahr 2024 knapp drei Milliarden Euro, wobei Kasachstan eine strategische Rolle für die europäische Energieversorgung spielt: Rund 40 % der Erdölimporte Österreichs stammen aus diesem Land, wie auf bmeia.gv.at nachzulesen ist.

Zusätzlich wurde die Zusammenarbeit in internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen und der OSZE hervorgehoben. Jährliche Sitzungen der Österreichisch-Kasachischen Gemischten Kommission für wirtschaftliche, landwirtschaftliche, ökologische, industrielle und technologische Zusammenarbeit finden seit 2009 statt.

Verstärkter Austausch zwischen den Parlamenten

Ein weiterer Aspekt der bilateralen Beziehungen ist der Austausch zwischen den Parlamenten. Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner war Ende November 2025 in Kasachstan und hatte Gespräche mit dem Vorsitzenden des Mazhilis, Yerlan Koshanov, sowie mit Vertretern der kasachischen Regierung. In den Gesprächen wurde die Weiterentwicklung der parlamentarischen Zusammenarbeit und aktuelle Reformprozesse in Kasachstan thematisiert. Dabei stellte Haubner die langjährige Partnerschaft zwischen den beiden Ländern in bilateralen, wirtschaftlichen und multilateralen Aspekten heraus, wie parlament.gv.at berichtet.

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Kasachstans Engagement im Wassermanagement und im Kampf gegen organisierte Kriminalität wurde ebenfalls gewürdigt. Darüber hinaus spielen die beiden Länder eine wichtige Rolle in der Diskussion über regionale Entwicklungen und internationale Fragestellungen, insbesondere in Anbetracht des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

In den kommenden Monaten wird es weiterhin einen verstärkten Austausch zwischen den beiden Ländern geben, wobei die Themen Digitalisierung und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Vordergrund stehen werden. Die direkt zwischen Wien und Kasachstan bestehenden Flugverbindungen stellen dabei einen wichtigen Zugang zu Europa dar.