Am 25. November 2025 steht Österreich an einem entscheidenden Wendepunkt in Bezug auf die digitale Leistungsfähigkeit. Die Notwendigkeit für schnelle, stabile und zukunftssichere Internetverbindungen wächst rasant, doch hohe Baukosten, langwierige Genehmigungsverfahren sowie fehlende Rechtssicherheit bremsen den notwendigen Ausbau moderner Netzinfrastrukturen. Um diese Herausforderungen anzugehen, diskutieren führende Persönlichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie der Industriellenvereinigung aktuelle regulatorische und strukturelle Maßnahmen. Ziel ist es, den digitalen Standort Österreichs nachhaltig zu stärken und den Ausbau gigabitfähiger Netze zu sichern, wie ots.at berichtet.
Einige der Gesprächspartner, die am Pressegespräch teilnehmen werden, sind Peter Koren, IV-Vize-Generalsekretär, und Christian Helmenstein, IV-Chefökonom. Zusätzlich werden auch Vertreter führender Telekommunikationsunternehmen, darunter Thomas Arnoldner (Deputy CEO A1 Group) und Thomas Kicker (CEO Magenta Telekom), ihre Perspektiven zu den Herausforderungen und Chancen der digitalen Infrastruktur äußern. Das Event findet am Montag, dem 1. Dezember 2025, um 14:00 Uhr im Haus der Industrie in Wien statt.
Die Fortschritte in der digitalen Infrastruktur
Die jüngsten Entwicklungen in der digitalen Infrastruktur sind ermutigend. Laut dem Österreichischen Infrastrukturreport 2026, der am 14. November 2025 vorgestellt wurde, berichten 61% der befragten Führungskräfte von spürbaren Verbesserungen in den letzten zwei Jahren. Die Zufriedenheitsrate in der Telekommunikationsbranche liegt sogar bei 93% bezüglich des Ausbaus und der Qualität der Leistungen. Dennoch besteht laut Bundesminister und Vizekanzler Andreas Babler weiterhin eine Diskrepanz zwischen der Nachfrage nach Hochleistungsanschlüssen und dem bestehenden Angebot. Gründe dafür sind hohe Anschluss- und laufende Kosten sowie bürokratische Hürden, die viele potenzielle Nutzer abschrecken.
Babler fordert gezielte Nachfrageimpulse, um den Mehrwert schneller Netze für die gesamte Gesellschaft sichtbar zu machen. Diese Maßnahmen könnten nicht nur die Nutzung von digitalen Diensten erhöhen, sondern auch die Produktivität der Unternehmen um bis zu 18,5% steigern. Laut den Berechnungen könnten diese Fortschritte bis zu 89 Milliarden Euro an zusätzlicher Wirtschaftsleistung für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 generieren, was das wirtschaftliche Potenzial der digitalen Infrastruktur eindrucksvoll unterstreicht, wie bmwkms.gv.at feststellt.
Erhebung zu Informations- und Kommunikationstechnologien
Die Basis für zahlreiche Entscheidungen und Maßnahmen im Bereich IKT bildet die Publikation „Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Unternehmen 2024“, die im Januar 2025 veröffentlicht wurde. Diese Erhebung, die für Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten durchgeführt wurde, nutzt ein europaweit einheitliches Fragenprogramm. Themen der Befragung umreißen unter anderem die Internetnutzung sowie die Kennzahlen über E-Commerce-Verkäufe. Dennoch bleibt das Thema IKT-Fachkräfte von hoher Bedeutung, da die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte entscheidend für die Umsetzung digitaler Projekte ist, wie in den Daten von statistik.at dargelegt wird.
Insgesamt zeigt sich, dass Österreichs digitale Infrastruktur zwar Fortschritte macht, jedoch noch viel Potenzial zur Vollausnutzung vorhanden ist. Fakt ist, dass der Ausbau nachhaltiger und leistungsstarker Netze entscheidend für die gesellschaftliche Teilhabe und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts ist.