Am 30. April 2025 äußerte sich Kardinal Christoph Schönborn zur bevorstehenden Papstwahl. Obwohl er altersbedingt nicht zu den wahlberechtigten Kardinälen zählt, erwartet er, dass der neue Papst ein „heiliger und weiser Mann“ sein wird. Schönborns Äußerungen kommen kurz vor dem Konklave, das am 7. Mai im Vatikan beginnen wird, um einen Nachfolger für den verstorbenen Papst Franziskus zu wählen.

Französischer Kardinal Jean-Paul Vesco, der an einer zügigen Wahl interessiert ist, sieht klare Kandidaten und betont, dass die Kardinäle den bereits auserwählten Papst finden müssen, anstatt zu wählen. Diese Meinung spiegelt sich auch in den Äußerungen des irakischen Kardinals Louis Raphaël Sako wider, der einen Papst wünscht, der den Dialog mit der muslimischen Welt fördert, was als große Verantwortung für die wahlberechtigenden Kardinäle angesehen wird. Dazu zählt auch Kardinal Angelo Bagnasco, der empfiehlt, sich Zeit zu lassen, um eine umfassende Vision für die Zukunft der Kirche zu entwickeln.

Wahlberechtigte Kardinäle und internationale Zusammensetzung

Das Konklave wird von 135 der insgesamt 252 Kardinäle der katholischen Kirche durchgeführt, die unter 80 Jahre alt sind. Das Kardinalskollegium hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, was zu einer Internationalisierung der Mitglieder geführt hat. Von den wahlberechtigten Kardinälen kommen 53 aus Europa, 23 aus Asien, 21 aus Lateinamerika, 18 aus Afrika, 16 aus Nordamerika und 4 aus Ozeanien. Bei den ersten informellen Treffen im Vorkonklave waren bereits viele Kardinäle anwesend, darunter Reinhard Marx, der trotz einer kürzlichen Schulterverletzung in Rom ist.

Marx, der nach dem Tod von Papst Franziskus ankam, drückte den Wunsch aus, an der Wahl teilzunehmen, selbst wenn er auf einer Bahre transportiert werden müsste. Er ist sich der Bedeutung seiner Rolle im Konklave bewusst, da die Kardinäle wichtige Entscheidungen zu treffen haben und die katholische Kirche zwischenzeitlich von ihnen geleitet wird, bevor ein neuer Papst gewählt wird.

Wichtige Vorbereitungen für das Konklave

Die Diskussionen und Debatten im Vorfeld des Konklaves sind entscheidend, um ein gemeinsames Bild der Herausforderungen und Ziele der Kirche zu entwickeln. Es ist unklar, ob der wegen eines Finanzskandals in Ungnade gefallene Kardinal Angelo Becciu am Konklave teilnehmen darf, was ein zusätzliches Spannungsmoment in die bereits komplexe Lage bringt. Mehrere Kardinäle, darunter der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki, berichten von den informellen Gesprächen, die der Vorkonklave bietet und die für das Kennenlernen unter den Kardinälen entscheidend sind.

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Die aktuellen Vorbereitungen deuten auf einen intensiven Austausch zwischen den Kardinälen hin, der im Vorfeld des Konklaves stattfindet, und bieten einen Einblick in die Herausforderungen, mit denen die katholische Kirche konfrontiert ist. Die Erwartungen an den neuen Papst sind hoch, und die Kardinäle stehen, wie Kardinal Sako es deutlich macht, vor der Verantwortung, einen Führer zu wählen, der den Dialog mit der muslimischen Welt fördert und eine visionäre Richtung für die Zukunft der Kirche festlegt.