Heute, am 24. September 2026, werfen wir einen Blick auf die Berufswünsche der Generation Z in der Region Urfahr-Umgebung. Eine aktuelle Studie von Harald Kindermann, einem Konsumentenverhaltensforscher an der FH Oberösterreich, hat spannende, aber auch besorgniserregende Ergebnisse hervorgebracht. Die Umfrage zeigt einen langsamen Wandel in den Berufswünschen, besonders an Polytechnischen Schulen. Das Interesse an MINT-Berufen, also den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, ist im Rückgang begriffen. Während Jungen hier einen Rückgang von 7,18% und Mädchen von 5,75% zwischen 2023 und 2026 verzeichnen, scheint die Nachfrage nach MINT-Berufen dennoch ungebrochen hoch und die Gehälter sind durchaus attraktiv.

Die Zahlen sind nicht nur ein Weckruf für die Bildungseinrichtungen, sondern auch für die Unternehmen, die auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen sind. Besonders auffällig ist der Rückgang des Interesses an wirtschaftsnahen, pädagogischen sowie Gesundheits- und Sozialberufen. Viele Schüler zeigen ein allgemeines „weniger inhaltliches Interesse“ und kämpfen mit der beruflichen Orientierung. Der Wunsch nach einem Abschluss ist zwar weit verbreitet, doch oft fehlt die Ausdauer, sich mit komplexeren Inhalten auseinanderzusetzen.

Berufswünsche im Mühlviertel

Im Mühlviertel sieht es ein wenig anders aus. Hier streben die meisten Schüler klassische Berufe wie Tischler, Zimmerer oder Spengler an. Einige wenige sind jedoch auch von Karrieren in sozialen Medien angetan – ein Zeichen der Zeit, könnte man sagen. In Bad Leonfelden beispielsweise haben sich 18 Burschen und gerade einmal drei Mädchen in der Fachbereichsgruppe Metall eingeschrieben. Im Holzbau sind es zwei Mädchen, während im Elektrobereich kein einziges weibliches Wesen zu finden ist. Die Traumberufe der Schüler reichen von Rennfahrern über Basketballspieler. Es ist klar: Spaß an der Arbeit, das Zusammenspiel mit persönlichen Interessen und gute Arbeitsbedingungen stehen ganz oben auf der Wunschliste.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Kontakt zu Gleichaltrigen im Betrieb oder der gemeinsame Lehrbeginn mit Freunden. An den Polytechnischen Schulen in Ottensheim und Neufelden zeigen männliche Schüler ein ähnliches Interesse an technischen Berufen. Bei den Mädchen jedoch ist die Tendenz zu Büroberufen zu beobachten. Ein bemerkenswerter Trend ist, dass PTS-Absolventen zunehmend in Banken wieder stärker nachgefragt werden, während das Interesse junger Frauen an Friseurberufen stetig abnimmt.

Langfristige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Die Ergebnisse der Studie werfen einen Schatten auf die zukünftige Fachkräfteentwicklung in Österreich. Der abnehmende Enthusiasmus für MINT- und andere Berufe könnte langfristige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Laut einer weiteren Studie der FH Oberösterreich wird ein geringerer Fokus auf MINT-Berufe im Vergleich zu vorherigen Generationen festgestellt. Die Geschlechterunterschiede in der Neigung zu diesen Berufen bleiben bestehen. Während Männer, die vor 1980 geboren wurden, ein wachsendes Interesse zeigen, geht es bei der Generation Z in die entgegengesetzte Richtung.

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Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass das Interesse an wirtschaftsnahen Berufen um über 7% gesunken ist, während es bei pädagogischen Berufen nur knapp unter 5% liegt. Auch im Gesundheits- und Sozialbereich ist ein Rückgang zu verzeichnen, besonders bei Frauen. Trotz der attraktiven Gehälter scheint das Interesse an MINT-Berufen zu schwinden. Dabei sind die allgemeinen Voraussetzungen für MINT-Berufe bei beiden Geschlechtern gleich. Es bleibt zu hoffen, dass die kommenden Jahre neue Ansätze bringen, um die Begeisterung der jungen Generation für diese wichtigen Berufsfelder zu wecken.