Pilgern in Niederösterreich: Eine Auszeit auf den Jakobswegen
Heute ist der 20.07.2026, und in Krems an der Donau spürt man die Vorfreude auf den Sommer. Pilgern wird immer mehr zu einer beliebten Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. Die Menschen suchen nach einer entschleunigenden Form des Reisens, um sich eine bewusste Auszeit zu gönnen. Der Bezirk Mistelbach, eingebettet in die wunderschöne Natur Niederösterreichs, liegt an einer der bekanntesten Pilgerrouten der Region. Immer mehr Wanderer nutzen diese Wege, um nicht nur die Natur zu erleben, sondern auch sich selbst besser kennenzulernen. Hier kann man mehr darüber erfahren.
Besonders der Jakobsweg Weinviertel zieht viele Pilger an. Er ist rund 152 Kilometer lang und führt von Drasenhofen nach Krems an der Donau. Die zweite Etappe, die von Poysdorf über Mistelbach nach Garmanns verläuft, ist mit ihren 25,6 Kilometern und einer Gehzeit von etwa fünfeinhalb Stunden eine wunderbare Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden. Auf dieser Strecke begegnen den Pilgern unter anderem die Wallfahrtskirche Maria Bründl und die charmante Kellergasse „Schnellern“. Auch das Mistelbacher Stadtzentrum ist ein schöner Zwischenstopp, um sich zu stärken.
Wandern als Erlebnis
Die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hebt die Vorteile des Pilgerns in Niederösterreich hervor. Es ist nicht nur eine körperliche Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, innere Ruhe zu finden und die Natur in vollen Zügen zu genießen. Wandern wird von einem Drittel der Gäste in Niederösterreich als Top-Aktivität geschätzt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Urlauber liegt bei zweieinhalb Nächten, doch Pilgergäste bleiben oft länger – manchmal sogar mehrere Wochen! Das spricht für die Anziehungskraft dieser sanften Art des Reisens.
Wer auf den Jakobsweg Weinviertel geht, wird mit malerischen Kellergassen und einer herzlichen Gastfreundschaft belohnt. Empfohlen werden sechs Etappen, die sich perfekt für einen Kurzurlaub oder einen längeren Aufenthalt eignen. Und wenn man in Asparn an der Zaya ist, kann man sogar auf einen Zubringer abzweigen. Wie praktisch!
Vielfältige Pilgerwege
Nicht nur der Jakobsweg ist ein Highlight – auch der neue Bernhardiweg, der 125 Kilometer lang ist und durch das Waldviertel führt, bietet eine spannende Möglichkeit, die Region zu entdecken. Er verbindet zehn Stiftspfarren und verspricht ebenfalls eine meditative Wandererfahrung. Besonders erwähnenswert ist auch der Franziskusweg in der Buckligen Welt, der sich dem Leben des heiligen Franz von Assisi widmet. Hier gibt es verschiedene Routen für jeden Geschmack.
Die Wallfahrtsorte Maria Taferl und Sonntagberg fungieren als spirituelle Kraftzentren, und der Sonntagbergweg verbindet diese beiden Orte auf einer Strecke von 78 Kilometern. All diese Wege laden dazu ein, sich auf eine Reise zu begeben – sowohl nach außen in die Natur als auch nach innen zu sich selbst. Wer mehr über die verschiedenen Routen erfahren möchte, findet alles Wichtige auf www.niederoesterreich.at/wandern.
Insgesamt zeigt sich, dass Pilgern nicht nur ein Trend ist, sondern eine tiefere Verbindung zur Natur und zu sich selbst ermöglicht. Egal ob man ein erfahrener Wanderer ist oder einfach mal etwas Neues ausprobieren möchte – die Pilgerwege in Niederösterreich bieten für jeden etwas. Wer sich auf den Weg macht, wird mit unvergesslichen Eindrücken belohnt.
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