Am Dienstag, dem 26. Mai 2026, feiert das Theaterstück „Lei lossn oder letzte Generation der Kärntner Seele?“ seine mit Spannung erwartete Premiere. Das Ganze findet in der einzigartigen Atmosphäre des Buschenschanks „Lei lossn“ im Garten der Villa For Forest, Viktringer Ring 21, Klagenfurt, statt. Ein wirklich besonderer Ort für eine solch tiefgründige Inszenierung, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Und das ist erst der Anfang – weitere Vorstellungen sind für den 29., 30. und 31. Mai sowie am 5. und 6. Juni 2026 geplant.

Das Stück greift ein Thema auf, das aktuell und zugleich historisch ist: „Was bleibt, wenn die Erinnerungslücken der Geschichte auf die Fragen der Gegenwart treffen?“ In einer Zeit, in der wir oft im Starren auf Bildschirme leben, stellt diese Inszenierung die drängenden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Selbsttäuschung in den Mittelpunkt. Der historische Ausgangspunkt, der 5. April 1938, als in Klagenfurt Adolf Hitler Beifall zuteilwurde, ist nicht nur schockierend, sondern auch ein Aufruf zur Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.

Mythos und Bedrohung

Ein mythisches Element zieht sich durch die Handlung: Das Karawanken-Pantheon bestraft das Land mit sieben Plagen und stellt ein Ultimatum. Eine drohende Gefahr, die laut der Prophezeiung bis 2027 zur Auslöschung führen könnte, wenn die Warnungen ignoriert werden. Es ist faszinierend, wie die Macher des Stücks diese Themen kreativ miteinander verweben – eine Mischung aus Mythos und Realpolitik, die zum Nachdenken anregt.

Die Mitwirkenden bringen das Stück zum Leben: Magda Kropiunig als Götterbotin, Aleksander Tolmaier und Ludwig Michael als Chor, Dietmar Pickl als Chronist und Seher Koryphaios, Julia Josefine Urak in der Rolle der Frau Hitler und Martin Sadounik als der „Magier der Töne“. Diese talentierten Schauspieler versprechen, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Die Text-, Regie- und Ausstattungsgestaltung ist eine Gemeinschaftsproduktion des Kollektivs Urangst mit Vergnügen, unter der Leitung von Klaus Schönberger, Michael Watzenig, Johanna Steindl, Sarah Mattitsch und ihrem Ensemble.

Eintritt und Kontakt

Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr, die Sperrstunde ist um 22 Uhr – also genug Zeit, um in die Thematik einzutauchen und anschließend vielleicht noch bei einem Glas Wein über das Gesehene zu diskutieren. Tickets und weitere Informationen gibt es beim Verein zur Absicherung des kulturellen Überlebens (VAKÜ) unter office@vakueklagenfurt.at oder auf der Website www.vakueklagenfurt.at.

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Klagenfurt selbst hat eine fast 800-jährige Kulturgeschichte vorzuweisen. Die Stadt, gegründet im Jahr 1246, hat zahlreiche Literaten, Künstler und Visionäre hervorgebracht – darunter Größen wie Gustav Mahler und Ingeborg Bachmann. Das kulturelle Angebot dieser Stadt ist ausgesprochen vielfältig und bietet das ganze Jahr über Festivals, Museen, Galerien und Theatereinrichtungen. Es ist ein Ort, der förmlich nach Geschichten schreit, und das, was im Theater „Lei lossn“ passiert, ist nur ein weiterer aufregender Teil dieses kulturellen Mosaiks. An Sommerabenden kann man hier Musik und Tanz unter freiem Himmel genießen – das ist einfach nur schön!