Ein Abschied voller Dankbarkeit: Helene und Bernhard Posch verabschiedet sich nach 36 Jahren im Kolpinghaus Weißenbach
Am 12. September 2026 war es soweit: Helene und Bernhard Posch wurden im Kolpinghaus Weißenbach nach 36 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Ein Moment voller Emotionen, der mit vielen herzlichen Dankesworten und Geschenken gefeiert wurde. Rund 70 Gäste waren gekommen, um die beiden zu ehren. Das Kolpinghaus am Gaichtpass, ein Selbstversorgerhaus, das Platz für bis zu 50 Personen bietet, war festlich geschmückt. Es ist ein Ort, der nicht nur Unterkunft, sondern auch Gemeinschaft und Zusammenhalt symbolisiert.
Die Poschs erhielten die begehrte Adolph-Kolping-Medaille für ihr herausragendes Engagement. In den vergangenen Jahren hatten sie das Kolpinghaus geleitet und sich unermüdlich für die Gäste eingesetzt. Ein ganz persönliches Geschenk von Bernhard, eine Holzbank aus eigenem Holz, wurde bei der Feier gesegnet. Wolfgang Kretschmer, der Kolping-Diözesanpräses, nahm sich die Zeit, um sowohl die neue Bank als auch das Ehepaar zu segnen. Heinrich Lang, Vorsitzender des Trägervereins, und Robert Hitzelberger, Diözesanvorsitzender, hoben in ihren Reden die Verdienste des Paares hervor.
Neue Gesichter im Kolpinghaus
Mit dem Abschied der Poschs beginnt für das Kolpinghaus eine neue Ära. Lisa und Sean Vaudreuil haben die Nachfolge angetreten. Sie wurden von Heinrich Lang herzlich begrüßt und freuen sich, die Verantwortung zu übernehmen. Die beiden besprachen bereits aktuelle Themen für den Übergang und Helene Posch wird sie dabei unterstützen, ihr wertvolles Wissen und ihre jahrzehntelange Erfahrung weiterzugeben. Das ist doch eine schöne Geste, oder? So bleibt ein Stück ihrer Geschichte im Haus lebendig.
Im Jahr 2025 zählte das Kolpinghaus beeindruckende 5000 Nächtigungen von rund 2000 verschiedenen Gästen. Ein Zeichen dafür, wie beliebt dieser Ort bei den Besuchern ist. Die Mitglieder der Kolpingsfamilien aus Bobingen und Fischach haben außerdem tatkräftig beim Renovieren des Sandkastens im Garten geholfen. Gemeinschaft wird hier großgeschrieben, und die Bergwanderung, die eine Gruppe unternahm, endete mit einem Gottesdienst zu Ehren eines verstorbenen Diözesanpräses. Es sind diese Momente, die das Kolpinghaus zu einem besonderen Ort machen.
Die Geschichte der Kolpinghäuser
Ein bisschen Geschichte gefällig? Kolpinghäuser gibt es seit dem 19. Jahrhundert, gegründet von Adolph Kolping, der ein karitatives Hospiziensystem entwickelte. Das erste Kolpinghaus wurde bereits 1853 in Linz eröffnet. Diese Häuser bieten nicht nur Übernachtungsmöglichkeiten, sondern auch Raum für soziale Begegnungen und Unterstützung für Menschen in verschiedenen Lebenslagen. Heute gibt es etwa 260 Kolpinghäuser in Deutschland, die unterschiedlichste Angebote bereitstellen. Ob als Jugendwohnheim oder Ort der Begegnung für Senioren – der Gedanke hinter diesen Häusern bleibt gleich: Menschen zusammenzubringen und zu unterstützen.
In diesem Sinne wird auch das Kolpinghaus Weißenbach weiterhin ein Ort der Gemeinschaft und der Erinnerungen bleiben. Und so geht eine Ära zu Ende, während eine neue beginnt – mit frischem Wind und neuen Ideen. Wer weiß, was die Zukunft noch bringen wird?
