Am Samstag, dem 24. Oktober 2026, fand in Ried das mit Spannung erwartete Duell in der 1. Klasse Nord-Ost zwischen Union Ried/Riedmark und ASKÖ Mauthausen statt. Die Fans hatten sich auf ein packendes Match gefreut, und sie sollten nicht enttäuscht werden – zumindest nicht die Anhänger von Mauthausen. Mit einem klaren 0:4-Sieg ließ die Mannschaft von Trainer Szabolcs Szegletes keine Zweifel aufkommen.

Der Spielverlauf begann recht ausgeglichen. Beide Teams hatten frühzeitig ihre Möglichkeiten, doch Mauthausen zeigte sich im entscheidenden Moment ruhiger und defensiv stabiler. Ein Eigentor von Gerald Haider in der 25. Minute brachte die Gäste in Führung – ganz ärgerlich für Ried, das zu diesem Zeitpunkt noch gut im Spiel war. Mit einem Halbzeitstand von 0:1 ging es in die Kabinen, und man konnte nur erahnen, wie es nach der Pause weitergehen würde.

Der zweite Durchgang

Nach der Halbzeitpause ging es dann ganz schnell für Mauthausen. Noah Jöbstl erhöhte in der 53. Minute auf 0:2, und plötzlich war der Druck auf Ried massiv. Mauthausen dominierte nun das Spielgeschehen, und die Treffer von Kilian Leitner (81. Minute) und Marius Bogdan (90. Minute) sorgten für den finalen Schlusspunkt. Ein beeindruckender Sieg, der nach zwei vorherigen Niederlagen wichtig war. Szegletes lobte die Geduld und die Spielweise seiner Mannschaft, die bewies, dass sie auch unter Druck bestehen kann.

Besonders bemerkenswert war die Anerkennung, die Szegletes dem Gegner zollte. Ried wurde als „gute, stabile Mannschaft“ bezeichnet. Das zeigt Charakter, wenn man trotz eines solchen Spiels den Respekt vor dem Gegner nicht verliert. Auch der Schiedsrichter, Luckeneder, erhielt positives Feedback – ein Zeichen dafür, dass das Spiel in einem fairen Rahmen verlief.

Ein Trainer mit Geschichte

Szabolcs Szegletes ist nicht nur Trainer, sondern auch ein Teil der Mauthausener Fußballgeschichte. Er wurde einst vom ASKÖ-Sportchef Anton Lausegger und Ex-Sportobmann Erwin Neuherz nach Mauthausen geholt und spielte in der sechstklassigen Bezirksliga Nord. In der Saison 2005/06 war er Torschützenkönig und erzielte in 23 von 26 Spielen 21 Tore. Mauthausen belegte damals den zweiten Platz, nur vier Punkte hinter der Union Lembach. Seine Karriere führte über verschiedene Stationen, doch seine Liebe zum Verein blieb immer bestehen. Nach seiner aktiven Zeit als Spieler wurde er Co-Trainer und übernahm später die Mannschaft als Spielertrainer.

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Nach einem kurzen Ruhestand kehrte Szegletes zurück und übernahm das Traineramt beim SC Tragwein/Kaming, wo er die Saison 2015/16 auf dem zweiten Platz beendete. Heute lebt er mit seiner Familie in Mauthausen und betreibt ein Unternehmen als Montagetischler – ein echtes Multitalent, der nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Leben seine Stärken zeigt. Sein Sohn Milán spielt seit 2024 beim Budapester Amateurklub Szentlőrinci AC, was zeigt, dass das Fußballfieber in der Familie weiterlebt.

Zurück zur aktuellen Saison: Mauthausen ist nun Tabellendritter und fährt mit frischem Selbstvertrauen in die nächsten Spiele. Nach diesem klaren Sieg dürfen die Fans optimistisch nach vorne schauen – der Aufstieg könnte in Reichweite sein. Ried hingegen wird nach diesem Rückschlag die Köpfe wieder zusammenstecken müssen, um in den kommenden Partien zu punkten.