Neuanfang in Rohrbach: Die Pfarrstrukturreform nimmt Fahrt auf
Heute ist der 28.09.2026 und in Rohrbach tut sich was! Sechs Dekanate der Diözese Linz haben den Startschuss für die Umsetzung der Pfarrstrukturreform gegeben. Dazu gehören Kallham, Rohrbach, Unterweißenbach, Bad Ischl, St. Johann am Wimberg und Sarleinsbach. Diese Gruppen bilden nun die letzte Welle, die ein zweijähriges Vorbereitungsjahr antritt. Es geht darum, neue Pfarren als pastorale Räume mit Pfarrteilgemeinden zu schaffen – und das hat es in sich!
Die Erfahrungen von 33 anderen Dekanaten, die diesen Prozess bereits durchlaufen haben, sind hier Gold wert. Man hat viel gelernt, und nun dürfen auch die Dekanate Rohrbach und Co. von diesen Erkenntnissen profitieren. Das Dekanat Rohrbach selbst umfasst zehn Pfarrgemeinden, die vom Stift Schlägl seelsorglich betreut werden. Im Detail sind das: Aigen im Mühlkreis, Arnreit, Haslach an der Mühl, Klaffer am Hochficht, Oepping, Rohrbach, St. Oswald bei Haslach, St. Stefan am Walde, Schwarzenberg am Böhmerwald und Ulrichsberg.
Auftaktveranstaltung in Ulrichsberg
Der Umstellungsprozess im Dekanat Rohrbach nahm seinen Anfang am 26. September 2026 im Pfarrheim Ulrichsberg. Ein Kernteam, angeführt von Dechant Paulus Manlik, hat die Verantwortung für diesen Pfarrwerdungsprozess übernommen. Unterstützt werden sie von Mayella Gabmann und Daniel Neuböck, während Nicole Leitenmüller als inhaltliche Beauftragte fungiert. Das Team ist bunt gemischt und besteht aus engagierten Mitgliedern, darunter auch Martina Kastler, Petrus Bayer und viele weitere, die sich intensiv mit der Reform auseinandersetzen.
Bei der Auftaktveranstaltung waren rund 110 Vertreter:innen aus den zehn Pfarren sowie aus weiteren pastoralen Orten anwesend. Auch Vertreter:innen der politischen Gemeinden und Vereine ließen sich das nicht entgehen. Es war eine Atmosphäre voller Interesse, regem Austausch und gutem Miteinander. Musikalisch umrahmten Juliane Watzl, Sabina Grinninger und Magdalena Bayr das Event – ihre Lieder brachten den Willen zur Mitgestaltung und das Vertrauen in Gottes Segen zum Ausdruck.
Ein Blick über den Tellerrand
Aber das ist nicht alles! Von September bis November 2025 haben bereits sieben andere oberösterreichische Dekanate die Vorbereitungsphase für die Pfarrstrukturreform gestartet. Die Dekanate Gmunden, Reichersberg, Grein, Altenfelden, Windischgarsten, Altheim-Aspach und Enns-Lorch bilden dabei die „fünfte Gruppe“. Insgesamt sind es nun sechs Gruppen, die sich dieser Reform annehmen – und das nicht ohne Grund. Schließlich haben bereits 26 Dekanate den Prozess begonnen oder sogar abgeschlossen. Der Plan sieht vor, 39 neue „Pfarren“ zu gründen, die aus mehreren Pfarrteilgemeinden bestehen.
Jede dieser Pfarrteilgemeinden wird weitgehende Selbstständigkeit bewahren, auch was die finanziellen Aspekte betrifft. Das heißt, sie profitieren nicht nur von der Zusammenarbeit innerhalb der Pfarre, sondern behalten auch einen Teil ihrer Eigenverantwortung. Eine Pfarre wird schließlich von einem Pfarrer geleitet, der von zwei Vorständen für pastorale und wirtschaftliche Angelegenheiten unterstützt wird. Auch die Verantwortung liegt nicht allein beim Pfarrer – Priester, Ständige Diakone sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter sind hier gefragt!
