In der kleinen Gemeinde Arnreit, eingebettet in die malerischen Landschaften des Mühlviertels, gibt es ein Ehepaar, das mit Herz und Hingabe für die Wildtiere kämpft. Margit Berger und Rupert Vogrinez haben sich ganz der Wildtierrettung verschrieben und dabei den Verein „Stachelritter Mühlviertel“ gegründet. Ihr Ziel? Wildtiere wie Igel, Marder, Vögel, Hasen, Eichkätzchen und Rehe zu retten und zu versorgen. Ein wahrhaft nobler Einsatz!

Begonnen hat alles 2013, als die beiden einen verletzten Feldhasen namens Isy aufnahmen. Seitdem haben sie hunderte Wildtiere in Not betreut. Jedes Jahr kommen neue Fälle hinzu – die Pflege erfordert nicht nur viel Zeit und Geduld, sondern auch finanzielle Mittel. Die Eheleute führen akribisch Protokoll über die Pflege ihrer Schützlinge. Fütterungszeiten und Gewichtskontrollen sind dabei an der Tagesordnung. Und das Schönste? Die Bindung zu den Tieren wächst, und sie freuen sich riesig über Besuche von bereits ausgewilderten Tieren. Ein wahres Glücksgefühl, das man sich vorstellen kann!

Ein wichtiger Tag für die Wildtiere

Am 4. Oktober ist Welttierschutztag – ein Anlass, um auf die Bedeutung des Wildtierschutzes aufmerksam zu machen. Gerade in dieser Zeit, in der viele Tiere aus ihrer Winterruhe erwachen, ist die Brut- und Setzzeit eine kritische Phase für viele Arten. Wildschweine, Feldhasen und Füchse bringen ihre Jungen zur Welt, während Igel nach dem Winterschlaf wieder aktiv werden. Doch diese Zeit birgt auch Gefahren. Unbeaufsichtigte Haustiere können eine ernsthafte Bedrohung für die Wildtiere darstellen, insbesondere wenn Hunde und Katzen sich frei bewegen. Die Eheleute Berger und Vogrinez sind sich dieser Herausforderungen sehr bewusst.

Verletzte Wildtiere, wie Feldhasen und Rehkitze, werden häufig in Wildtierstationen abgegeben. Oft sind sie allein gelassen, da ihre Mütter sie für längere Zeit zurücklassen. Befiederte Jungvögel, die aus dem Nest gefallen sind, werden weiterhin von ihren Eltern gefüttert. Es ist wichtig, dass Menschen, die auf solche Tiere treffen, besonnen handeln. Wildtiere, die nicht offensichtlich verletzt sind, sollten an ihrem Standort belassen werden. Bei Unsicherheiten ist es ratsam, Kontakt zu Wildtierstationen aufzunehmen.

Unterstützung und Vernetzung

Der Verein „Stachelritter Mühlviertel“ wurde von Bettina Brandstätter und ihrer Tochter Laura ins Leben gerufen. Die erste Sitzung fand am 3. Oktober statt. Interessierte Helfer sind immer willkommen! Besonders für die Igel, die im Fokus des Vereins stehen, wird Unterstützung gesucht. Wer z.B. bei der Wildtierrettung helfen möchte, kann sich direkt an Margit Berger unter der Telefonnummer 0664/4020351 oder per E-Mail an „Stachelritter Mühlviertel“ unter stachelrittermuehlviertel@gmail.com wenden.

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Es gibt auch wertvolle Informationen für den Umgang mit Wildtieren in Not. Eine Infobroschüre über das richtige Verhalten bei Wildtiernotfällen wurde veröffentlicht und ist online erhältlich. So werden Menschen darüber aufgeklärt, dass nicht jedes allein gefundene Wildtier hilflos ist. Häsinnen legen ihre Jungen oft einzeln ab und suchen diese abends wieder auf. Um die Tiere nicht unnötig zu stressen, sollten Handschuhe und Grasbüschel verwendet werden, um direkten Hautkontakt zu vermeiden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Wildtiere nicht privat gehalten werden dürfen. Dies könnte als Wilderei geahndet werden. Es gibt zahlreiche Wildtierauffangstationen, die in Notfällen kontaktiert werden sollten. Die Auflistung von Wildtierstationen kann nach Bundesländern erfolgen, und es gibt auch eine umfassende Datenbank, die nach Postleitzahl sortiert ist.

In dieser Zeit der Wildtierrettung ist das Engagement der Eheleute aus Arnreit ein Lichtblick. Ihr unermüdlicher Einsatz zeigt, dass auch im Kleinen große Dinge bewirkt werden können. Die Liebe zur Natur und zu den Tieren verbindet uns alle – und gerade in einer Zeit, in der die Natur oft aus den Augen verloren wird, ist es wichtig, solche Initiativen zu unterstützen.