In Salzburg startet ein spannender Wettbewerb, der nicht nur Kreativität fördert, sondern auch ein wichtiges gesellschaftliches Thema in den Fokus rückt. Die Caritas Salzburg lädt alle Menschen ab 14 Jahren ein, am Wettbewerb „Art Against Poverty: Wenn Kunst hinschaut & Armut sichtbar wird“ teilzunehmen. Ziel ist es, auf kreative Weise zu zeigen, wie Armut wahrgenommen wird. Es ist eine Gelegenheit, die eigene Sichtweise künstlerisch auszudrücken und gleichzeitig ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen. Anmeldungen sind ab sofort möglich, der Einreichschluss ist der 31. Juli. Wer sich für die Teilnahme interessiert, kann seine Werke als Foto oder Scan online über die Website der Caritas Salzburg einreichen. Spannend ist, dass auf den eingereichten Fotos keine Personen abgebildet sein dürfen. Für jede Einreichung spendet ein Kooperationspartner einen Euro – eine zusätzliche Motivation, sich zu beteiligen!

Die Jury wird dann das beste Kunstwerk auswählen, und hier kommt das Besondere: Das Siegerbild wird von der Graffiti-Künstlerin Tamara Volgger am 3. Oktober während der Langen Nacht der Museen neu interpretiert und auf einer großen Leinwand verewigt. Das entstandene Graffiti-Kunstwerk wird anschließend für einen guten Zweck versteigert. Und nicht zu vergessen: Das Siegerbild wird auf dem Cover des nächsten Caritas-Wirkungsberichts abgebildet, inklusive eines persönlichen Berichts zur Entstehung des Kunstwerks. Eine tolle Möglichkeit, um mit einem eigenen kreativen Beitrag noch mehr Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Thema zu lenken!

Teilnahmebedingungen und weitere Details

Der Wettbewerb ist kostenlos und nicht an den Kauf von Waren, Dienstleistungen oder Spenden gebunden. Doch für Teilnehmerinnen unter 18 Jahren ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Die Frage, die es zu beantworten gilt, lautet: „Wie sieht Armut für dich aus?“ Es ist faszinierend, wie unterschiedlich diese Frage interpretiert werden kann. Die Werke werden von einer Jury bewertet, und die Gewinnerin oder der Gewinner wird per Mail oder telefonisch informiert. Außerdem müssen die Teilnehmerinnen bestätigen, dass sie die Urheberrechte an ihren Kunstwerken besitzen und keine Rechte Dritter verletzen. Ein unentgeltliches, nicht ausschließliches, zeitlich und örtlich unbeschränktes Nutzungsrecht wird an den Caritasverband eingeräumt. Auch der Datenschutz wird großgeschrieben, die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß den Datenschutzbestimmungen.

Ein trauriger Hintergrund

Es ist wichtig zu betonen, dass Armut in Österreich ein ernstes Problem darstellt. Laut den neuesten Daten von Statistik Austria sind 18,6 % der österreichischen Bevölkerung armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – das entspricht etwa 1,4 Millionen Menschen. Besonders betroffen sind Frauen und Kinder. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Viele Menschen können sich essentielle Dinge wie Miete, Heizung oder Lebensmittel nicht leisten. Armut entsteht oft durch Schicksalsschläge, wie Krankheiten oder Jobverluste, aber auch durch gesellschaftliche Benachteiligungen. Diese Zahlen verdeutlichen, warum der Wettbewerb „Art Against Poverty“ nicht nur ein kreatives Projekt ist, sondern auch ein wichtiger Schritt, um auf die Realität vieler Menschen aufmerksam zu machen.

In einem Land, in dem wir oft in Wohlstand leben, ist es entscheidend, die Augen für die Herausforderungen zu öffnen, die viele Menschen täglich bewältigen müssen. Es ist an der Zeit, dass Kunst und Kreativität genutzt werden, um das Bewusstsein für Armut zu schärfen und vielleicht sogar einen Wandel herbeizuführen. Die Caritas Salzburg bietet mit diesem Wettbewerb eine Plattform dafür. Kreative Köpfe, aufgepasst!

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