Erntezeit in Muhr: Tradition, Gemeinschaft und Dankbarkeit feiern
Am 21. September 2026 fand in Muhr die traditionelle Erntedankfeier statt, die die Gemeinde mit viel Freude und Dankbarkeit beging. Das Wetter zeigte sich zwar schön, doch viele wünschten sich etwas weniger Hitze und mehr Regen für die Felder. Nach einem Jahr harter Arbeit war es an der Zeit, die Früchte der Ernte zu feiern und Gott für die Gaben zu danken.
Ein Highlight der Feier war die Erntekrone, die durch den Ort getragen und feierlich in die Kirche gebracht wurde. Diese Krone, ein Symbol für die reiche Ernte, wird traditionell bei solchen Festen genutzt und hat ihren Platz in den Herzen der Menschen. Auch Samson, die beeindruckende Figur der Tradition, war dabei. Er hatte seinen letzten Auftritt des Jahres und verneigte sich respektvoll vor den Ehrengästen. Danach wird er in die Winterstarre versetzt, bis er im nächsten Jahr wieder zum Leben erwacht. Ein bisschen wie wir Menschen, oder? Manchmal braucht auch die Seele eine Auszeit.
Ehrungen und Würdigungen
Besonders bewegend waren die Ehrungen, die im Rahmen der Feierlichkeiten stattfanden. Michael Aigner, der langjährige Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle, wurde mit dem Verdienstzeichen der Gemeinde Muhr in Silber ausgezeichnet. Auch Johann Pfeifenberger, der Obmann der Samsongruppe, erhielt diese ehrenvolle Auszeichnung. Ein weiterer emotionaler Moment war die Würdigung einer langjährigen Obfrau der Trachtenfrauen, die an ihrem 70. Geburtstag ein Präsent überreicht bekam. Solche Gesten zeigen, wie wichtig Gemeinschaft und Tradition in Muhr sind.
Die Erntedankfeier in Muhr ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern reiht sich in die größere Tradition der Erntedankfeste in Österreich ein, die meist im September oder Oktober stattfinden. Diese Feste sind tief verwurzelt in der christlichen Kultur und dienen dazu, Gott für die Ernte zu danken. Bereits im 3. Jahrhundert sind solche Feierlichkeiten belegt. Oftmals finden sie in städtischen Gebieten am ersten Sonntag im Oktober statt, während auf dem Land viele Gemeinden ihre Feste bereits Ende September feiern.
Traditionen rund um das Erntedankfest
Die Tradition des Erntedankfestes hat ihre Wurzeln in einem weltlichen Brauch des 18. Jahrhunderts. In vielen Gemeinden tragen die Menschen kunstvoll gestaltete Erntekronen und Gaben zur Kirche, wo sie gesegnet werden. Dies geht Hand in Hand mit Umzügen, die oft von Musikern, Kindern und Trachtengruppen begleitet werden. So wird der Gemeinschaftsgeist lebendig. Man begegnet sich, tauscht Geschichten aus und bringt Körbe mit, um die Segnung der Ernte zu erbitten. Die gesegneten Erntegaben werden anschließend oft an Bedürftige oder karitative Vereine gespendet. Ein schöner Gedanke, der die Verbundenheit in der Gemeinde stärkt!
In Salzburg wird zur Erntezeit zudem der Bauernherbst veranstaltet, eine bunte Mischung aus Brauchtum und altem Handwerk. Und nicht zu vergessen: Am 30. September fällt der Brausilvester, der in der Bierbranche oft mit Erntedankfeiern zusammenfällt. So wird das Ende eines Erntejahres gebührend gefeiert. Das Erntedankfest am Wiener Heldenplatz ist ebenfalls ein fester Bestandteil der Feierlichkeiten, bei denen die Teilnehmer an verschiedenen Stationen ihr Können unter Beweis stellen können. Hier in Muhr aber, da zählt die Gemeinschaft, die Tradition und die Freude am Leben. Ein Fest, das verbindet und erinnert.
