Sturm Graz ist derzeit in einer interessanten Phase. Seit zehn Spielen ist die Mannschaft unbesiegt – ein Grund zur Freude, könnte man meinen. Doch die Realität sieht etwas anders aus: In vier dieser Matches gelang es dem Team nicht, ein Tor aus dem Spiel heraus zu erzielen. Ein echtes Dilemma, wenn man bedenkt, dass man nicht nur stabil, sondern auch gefährlich sein sollte. Fabio Ingolitsch, der seit kurzem als Trainer tätig ist, hat die Herausforderung angenommen und steht nun im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Ingolitsch, geboren am 10. April 1992, ist kein Unbekannter in der österreichischen Fußballszene. Er hat seine Spielerkarriere mit 25 Jahren beendet, nachdem er für verschiedene unterklassige Clubs in Salzburg gespielt hatte. Von 2012 bis 2014 trainierte er Jugendmannschaften seines Heimatvereins SK Bischofshofen und hat sich seitdem stetig nach oben gearbeitet. Er war unter anderem Assistenztrainer bei FC Liefering und übernahm schließlich die U18-Mannschaft, bevor er die Cheftrainerposition bei Sturm Graz antrat. Wie er selbst beschreibt, hatte er schon vor seinem Amtsantritt Kontakt zum Klub, da sein Bruder Sandro dort aktiv war.

Fabio Ingolitsch und seine Philosophie

Die Passion für den Klub und die Stadt Graz ist bei Ingolitsch spürbar. Er hat bereits einige Worte im steirischen Dialekt gelernt, bleibt aber seinem Salzburger Dialekt treu. In der Kabine wird Deutsch als Amtssprache verwendet, was ihm hilft, sich schnell einzufinden. „Wir müssen die Offensive beleben“, sagt er und erkennt an, dass die Gegner oft defensiv spielen. In seinen Gesprächen mit den Spielern betont er, dass gute Defensivarbeit bereits im Sturm beginnt. Das ist eine interessante Perspektive, die man nicht oft hört.

Um gegen den Tabellenführer Salzburg zu bestehen, plant Ingolitsch, mit hohem Pressing zu agieren. Paul Koller und Albert Vallci sollen die Defensive stärken. Die Erwartungen in Graz sind hoch; Titel werden erwartet. „Das ist der Anspruch hier“, so Ingolitsch, der sich der Herausforderung bewusst ist. Er hat die Mannschaft in den letzten Spielen gut betreut, mit gemischten Ergebnissen – 6 Siege, 6 Unentschieden und 3 Niederlagen in insgesamt 15 Spielen.

Ein Blick in die Zukunft

Sein Blick geht jedoch auch über die aktuellen Herausforderungen hinaus. Ingolitsch plant, seine Familie nach Graz zu bringen und hat seit seiner Ernennung nur wenig Zeit in Salzburg verbracht – ein echtes Zeichen dafür, dass er sich voll und ganz auf seine neue Rolle konzentrieren möchte. Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist ebenfalls spürbar, und er nennt Frankreich als seinen Favoriten. Ob seine Mannschaft in dieser Zeit die nötigen Schritte machen kann, um im Titelrennen mitzuhalten, bleibt abzuwarten.

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Die Situation bei Sturm Graz ist ein Mikrokosmos des österreichischen Fußballs, in dem der Druck, erfolgreich zu sein, sowohl von den Fans als auch von der Klubführung hoch ist. Die aktuelle Form und die strategischen Ansätze von Fabio Ingolitsch werden entscheidend dafür sein, wie sich die Mannschaft in der kommenden Zeit entwickeln wird. Weitere Informationen zu den Trainern der österreichischen Bundesliga finden Sie hier.