Am 10. Dezember 2024 widmet sich der Österreichische Gehörlosenbund (ÖGLB) anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte der Gleichstellung und Inklusion der Gehörlosen-Community. Ein wichtiges Event an der Universität Salzburg wird die Rechte der gehörlosen Menschen thematisieren und insbesondere auf die Anerkennung der Gebärdensprache eingehen. „Die Verwirklichung der Menschenrechte für alle, auch für gehörlose, schwerhörige und taubblinde Personen, ist nur mit umfassender Barrierefreiheit möglich“, betont Mag.a Helene Jarmer, Präsidentin des ÖGLB. Sie hebt hervor, dass Barrierefreiheit ein fundamentales Menschenrecht ist, das oft noch nicht voll verwirklicht ist, was die Teilnahme dieser Gemeinschaft am gesellschaftlichen Leben erheblich einschränkt, wie OTS berichtet.

Die Veranstaltung trägt den Titel „Gebärdensprache – Das Recht auf die eigene Sprache und seine Auswirkungen“ und wird von internationalen und nationalen Expert:innen begleitet, um die Rechte der Gehörlosengemeinschaft zu stärken und ihre Bedürfnisse sichtbarer zu machen. Trotz der Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS) als eigenständige Sprache in der Verfassung seit 2005, bestehen nach wie vor viele Barrieren in der Kommunikation und Bildung, die gehörlose Menschen benachteiligen. „Es macht einen entscheidenden Unterschied für gehörlose Menschen, ob sie von Gesetz und Gesellschaft nur als behindert oder auch als Angehörige einer sprachlichen Minderheit angesehen werden“, erläutert Jarmer. Diese Sichtweise forciert die Notwendigkeit einer speziellen gesetzlichen Anerkennung gebärdensprachiger Menschen in Österreich, wie Bing feststellt.

Die Herausforderungen, mit denen die Gehörlosengemeinschaft konfrontiert ist, erfordern ein starkes politisches Engagement für die Anerkennung ihrer Rechte als Menschenrechte. „Wir brauchen einen langfristigen Prozess der Zusammenarbeit zwischen Politik, Gesellschaft und der Gehörlosengemeinschaft“, fordert Jarmer und drängt auf ein entschlossenes Handeln, um eine gerechtere und inklusive Zukunft zu gewährleisten.

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