Am 11. Juli 2026 öffnet das Halleiner Keltenmuseum seine Türen für eine ganz besondere Sonderausstellung mit dem Titel „ANTIKE – Vorbild und Mythos“. Diese Schau wirft einen spannenden Blick auf die Ikonografie und Mythologie der Antike und präsentiert beeindruckende Bildhauerei-Beispiele, die zum Staunen einladen. Von den Einflüssen der griechischen Skulptur bis hin zu modernen Interpretationen wird hier eine Brücke zwischen der Antike und der Gegenwart geschlagen.

Ein Highlight der Ausstellung ist die Einleitung mit Kleinplastiken aus dem 18. bis 20. Jahrhundert, die aus der Sammlung des Salzburg Museums stammen. Diese Werke geben bereits einen ersten Vorgeschmack auf die Faszination der antiken Bildhauerkunst. Die Ausstellung ist Teil des Bildhauerschwerpunkts Kunstsommer Hallein, der die lange Tradition der Stadt in der Bildhauerei (Schnitzkurse und die Kunstschule seit 1870) feiert.

Einflussreiche Künstler im Fokus

In der Schau werden auch die Werke von Ludwig Kasper (1893–1945), Rudolf Hoflehner (1916–1995) und Siegfried Anzinger (geb. 1953) thematisiert. Kasper, der den Begriff „Moderne Klassik“ prägte, und Hoflehner, der sich in den 1960er Jahren der griechischen Plastik widmete, zeigen, wie die Antike auch in der modernen Kunst wieder auflebt. Anzinger geht noch einen Schritt weiter. Seine Rückkehr zur Antike im Sinne der Postmoderne betont das freie Betrachten und die Sichtbarmachung des Unsichtbaren – ein Ansatz, der zum Nachdenken anregt.

Die Ausstellung ist bis zum 18. Oktober 2026 zu sehen und verspricht nicht nur Kunstliebhabern, sondern auch Geschichtsinteressierten spannende Einblicke. Neben dem Keltenmuseum gibt es auch weitere Ausstellungen in der Alten Saline, im Kunstraum Pro Arte, in der Galerie Schloss Wiespach, in der Kunstsammlung Guglhof und an der HTL Hallein. Wer mehr über diese Veranstaltungen erfahren möchte, findet Informationen auf den Websites www.salzburgmuseum.at und www.hallein.gv.at.

Ein Blick in die Bildhauerkunst

Die Bildhauerkunst hat sich über die Jahrhunderte hinweg stark verändert. Im 14. Jahrhundert wandeln sich die Aufgaben für Bildhauer, die Bedeutung der Bauskulptur nimmt ab. Steinmetze konzentrieren sich zunehmend auf Ausstattungselemente für Kirchen und Grabmale. Die Darstellung des Toten bleibt ein zentrales Motiv, wobei sich der Realismus allmählich entwickelt. Während die Steinbildhauer sich von den traditionellen Hütten lösen, entsteht ein neues, dynamisches Bild der Bildhauerkunst, in dem individuelle Künstlernamen zunehmend Bedeutung gewinnen.

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Ein Blick auf die Entwicklungen rund um 1400 zeigt, wie sich die Kunst in den Städten wie Köln, Nürnberg oder Florenz entfaltet. Künstler wie Peter Parler und Niclas Gerhaert van Leyden bringen neue realistische Gestaltungsweisen ein, die die Skulpturenproduktion beflügeln. Diese tiefen, weich geschwungenen Falten und die emotionale Ansprache der Figuren – das ist es, was die Bildhauerkunst so besonders macht und auch in der aktuellen Ausstellung im Keltenmuseum nachzuvollziehen ist.

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