Heute, am 20. Mai 2026, werfen wir einen Blick auf die Herausforderungen, mit denen kleine Betriebe in Österreich konfrontiert sind. Insbesondere Ein-Personen-Unternehmen (EPU) stehen vor einer enormen Bürokratiebelastung. Alle Pflichten und Verantwortungen liegen auf den Schultern von nur einer Person. Oft fehlt es an Compliance-Verantwortlichen oder Rechtsabteilungen, was die Situation noch komplizierter macht. Ein betroffenes EPU-Betreiber äußerte kürzlich: „Es gibt so viele Gesetze,…“, was die Verwirrung und den Druck, dem sie ausgesetzt sind, nur unterstreicht. Um diesen kleinen Unternehmen zu helfen, findet am 11. Juni die Veranstaltung „talents up.“ statt.
Diese interessante Veranstaltung, die von Innovationsnetzwerk kommbleib. und dem New Work Club Salzburg organisiert wird, hat den Fokus auf die persönliche Entwicklung von Lehrlingen. Geplant sind Workshops, Vorträge und interaktive Formate, die jungen Menschen auf ihrem beruflichen und persönlichen Weg Unterstützung bieten. Der Veranstaltungsort, das Headquarter der Rieder Group in Maishofen, könnte sich als inspirierende Kulisse herausstellen, um frische Ideen und Netzwerke zu knüpfen.
Compliance-Anforderungen im Wandel
Doch zurück zu den Herausforderungen: Laut der PwC Global Compliance Survey 2025, an der 1.800 Führungskräfte in Deutschland und weltweit teilgenommen haben, haben 85 % der Befragten bestätigt, dass ihre Compliance-Verantwortlichkeiten in den letzten drei Jahren zugenommen haben. Die Ursachen sind vielfältig – von makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen bis hin zu disruptiven Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) und neuen softwarebasierten Geschäftsmodellen. Diese Entwicklungen machen es besonders schwierig, den Überblick über die ständig wechselnden regulatorischen Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene zu behalten.
Unternehmen versuchen zunehmend, ihre Compliance-Funktionen zu transformieren. Statt nur als Kontrollinstanz zu agieren, sollen sie als Wegbereiter für neue Geschäftsmodelle und Produktinnovationen fungieren. So gaben 71 % der Befragten an, dass ihre strategischen Unternehmensinitiativen Unterstützung durch Compliance erfordern, was die Dringlichkeit unterstreicht, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.
Die Zielgruppe von „talents up.“
Zurück zur Veranstaltung „talents up.“: Die Zielgruppe sind junge Menschen, die sich auf ihrem beruflichen und persönlichen Weg weiterentwickeln möchten. Hier könnten sie nicht nur wertvolle Kontakte knüpfen, sondern auch praxisnahe Einblicke in die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt gewinnen. Die Kombination aus Workshops und interaktiven Formaten bietet eine hervorragende Gelegenheit, um aus erster Hand zu erfahren, wie man mit den steigenden Anforderungen an Compliance und Bürokratie umgehen kann.
Die Entwicklung der Compliance-Anforderungen ist nicht nur für große Unternehmen von Bedeutung, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf kleine und mittlere Betriebe. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob Veranstaltungen wie „talents up.“ dazu beitragen können, die Bürokratie für kleine Unternehmen zu entlasten und den jungen Talenten von heute die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie für die Herausforderungen von morgen benötigen. Die Zukunft wird zeigen, wie gut diese Initiativen angenommen werden und welche Veränderungen sie tatsächlich bewirken können.
Weitere Informationen zur Bürokratiebelastung und den Herausforderungen für kleine Betriebe finden Sie in diesem Artikel und zu den Ergebnissen der PwC-Umfrage in diesem Bericht.
