Heute ist der 20.07.2026 und die Arbeitsmarktsituation im Salzburger Zentralraum ist alles andere als rosig. Im ersten Halbjahr 2026 waren über 9.000 Menschen arbeitslos, was einen deutlichen Anstieg bedeutet. Besonders betroffen sind Frauen und ältere Menschen, die oft das Nachsehen haben. Die Arbeitslosigkeit bei Männern stagniert, während sie bei Frauen um 7,5 Prozent gestiegen ist. Das ist schon eine Ansage! Die Arbeitslosenquote in Salzburg liegt aktuell bei 4,7 Prozent, doch die Probleme konzentrieren sich vor allem im Zentralraum, also in der Stadt Salzburg, im Flachgau und im Tennengau.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die offenen Stellen um fast 15 Prozent eingebrochen sind. Das macht es für viele umso schwieriger, einen Job zu finden. Frauen sind häufig in den Branchen Handel und Gastronomie tätig, die momentan stark von einer gedämpften Konsumstimmung betroffen sind. Und hier kommt’s: Betriebe hinterfragen oft die Flexibilität von Frauen, die beispielsweise Kinder betreuen oder Angehörige pflegen. Vorurteile bei der Personalsuche schränken den Bewerber:innenkreis erheblich ein, besonders gegenüber Frauen, älteren Menschen und Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Das ist einfach nicht fair!

Die Situation in der Stadt Salzburg

In der Stadt Salzburg sind die Zahlen noch alarmierender. Laut dem AMS waren dort Ende Juli 4.852 Personen arbeitslos vorgemerkt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 8,4 Prozent – also 377 Personen mehr. Auch hier sind Frauen besonders betroffen: 2.128 arbeitslose Frauen bedeuten einen Anstieg von 8,1 Prozent. Und bei den Männern sieht es nicht besser aus: 2.724 Männer sind arbeitslos, was einem Anstieg von 8,7 Prozent entspricht. Das betrifft alle Altersgruppen, wobei die Anstiege unter 25 Jahren mit +4,7%, 25 bis unter 50 Jahren mit +9,0% und über 50 Jahren mit +8,7% nicht gerade ermutigend sind.

Besonders dramatisch ist der Anstieg der Langzeitbeschäftigungslosigkeit, die um 28,8 Prozent auf 1.247 Personen gestiegen ist. Das betrifft vor allem die Bereiche Gebäudebetreuung, Arbeitskräfteüberlassung und Handel. Auch die Zahl der offenen Stellen ist rückläufig – im Juli gab es nur noch 2.038 sofort verfügbare Stellen, was einem Rückgang von 18,8 Prozent entspricht. Das alles passt einfach nicht zusammen!

Herausforderungen für alle

Die Herausforderungen sind enorm. Absolventen einer berufsbildenden mittleren Schule (BMS) haben zwar die niedrigste Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent, doch das hilft den anderen wenig. Die Arbeitslosenquote nach Ausbildung zeigt deutlich, dass die maximale Pflichtschule mit 11,2 Prozent die höchste Quote hat, gefolgt von AHS mit 5,3 Prozent. Merkwürdigerweise finden rund 70 Prozent der Vorgemerkten innerhalb von 90 Tagen einen neuen Job. Das klingt optimistisch, aber wenn man bedenkt, dass 82 Prozent der beim AMS gemeldeten Stellen innerhalb von drei Monaten besetzt werden, bleibt die Frage: Wo sind die ganzen Bewerber?

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Das kürzlich beschlossene Doppelbudget der Bundesregierung sorgt zusätzlich für Unsicherheit. Der Wegfall von Beitragsvergünstigungen für ältere Arbeitnehmer und Kürzungen bei Eingliederungsbeihilfen machen die Lage nicht einfacher. AMS-Chefin Julia Kröll äußerte sich dazu zurückhaltend und bleibt unklar, welche konkreten Auswirkungen das Budget auf Salzburg haben wird. Die Unsicherheit schwebt wie ein Damoklesschwert über der Region.

Eine positive Nachricht gibt es immerhin: Unternehmen erhalten bis Ende 2025 Förderungen für die Einstellung langzeitbeschäftigter Personen. Das könnte ein Lichtblick sein. Doch die Situation bleibt angespannt. Die meisten offenen Lehrstellen finden sich in der Beherbergung und Gastronomie – 53 Lehrstellen, die um 3,9 Prozent zugenommen haben, stehen 37 im Handel gegenüber, wo es einen Rückgang um 58 Prozent gegeben hat. Irgendwie ist das alles sehr widersprüchlich.

Für weiterführende Informationen zur Langzeitarbeitslosigkeit kann man sich auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit umschauen. Dort gibt es viele interessante Daten und Statistiken, die einen Überblick über die Situation geben.

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