Am 5. Mai 2026 war es wieder soweit: Der Rotary Club Gastein hieß die Rotary-Friedensradler zum dritten Mal willkommen. Ein bunter Haufen von Radlern kam zusammen, um auf ihren Rädern eine internationale Charity-Tour zu starten. Diese Tour, die von den Rotary Clubs in Rosenheim über Kufstein, Kitzbühel, Saalfelden und schließlich nach Zell am See führte, war Teil eines größeren Projekts, das seit fünf Jahren Deutschland, Österreich und Italien verbindet. Mit insgesamt 500 Kilometern in fünf Tagen ist das Ziel klar: Hilfe, Frieden und internationale Freundschaft! Hier gibt es mehr dazu.
Die Route führte die Radler durch malerische Landschaften, vorbei an Oberdrautal, Weißensee und Hermagor, bis nach San Donà di Piave und schließlich zum Rotary Club Jesolo. Organisiert wird die Tour vom Rotary Länderausschuss der Länder Austria, Germany, Italy, Malta und San Marino, und während die Teilnehmer in die Pedale treten, wird gleichzeitig ein wichtiger Beitrag für den guten Zweck geleistet. So unterstützt der Rotary Club Gastein ein Projekt im Südsenegal, das den Verein Diamani Kouta in Kafountine begleitet. In den letzten fünf Jahren wurden dort Kindergarten, Schule, Wasserbohrturm und sogar ein Geländefahrzeug finanziert. In diesem Jahr kommt ein Hektar Agrarfläche dazu, dessen Bewässerung und ein Brunnen mit Wasserleitungen ebenfalls finanziert werden, um die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern.
Gemeinsam gegen Polio
Der Rotary-Distrikt 1920 Westösterreich spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in der Kampagne „End Polio Now“ von Rotary International. Das Polio-Virus ist zu 99 Prozent zurückgedrängt, wobei das Ziel die vollständige Ausrottung dieser Krankheit ist. Um den Friedensradler zu unterstützen, steuert der Distrikt einen Euro pro gefahrenem Kilometer bei. Rund 50 Teilnehmer waren in diesem Jahr unterwegs, und das Engagement der Radler war nicht zu übersehen. Die dritte Klasse der Ski-Mittelschule Bad Gastein radelte mit und sammelte dabei stolze 585 Euro – genug, um 195 Kindern den Schutz vor Kinderlähmung zu ermöglichen. Insgesamt wurden beim Friedensradler 2026 sage und schreibe 24.515 Kilometer für internationale Hilfe, Frieden und den Kampf gegen Polio erradelt.
Die Summe, die der Rotary-Distrikt 1920 auf 27.000 Euro aufrundete, wird dazu beitragen, 9.000 Kindern den Schutz vor Kinderlähmung zu ermöglichen. Ein großartiger Erfolg, der nur durch die Unterstützung von Sponsoren wie der Wiener Städtischen Versicherung, Dreyer Ventures & Management GmbH, KPMG und vielen anderen möglich wurde. Der Rotary Club Gastein hat sich herzlich bei allen Unterstützern, Mitradlern und Helfern bedankt. Es ist schön zu sehen, wie viel Freude und Energie in solchen Projekten stecken.
Welt-Polio-Tag und globale Bemühungen
Am 24. Oktober wird jedes Jahr der Welt-Polio-Tag begangen, um auf die Ausrottung von Polio aufmerksam zu machen. Rotary-Mitglieder und Partner der Global Polio Eradication Initiative arbeiten unermüdlich daran, Polio weltweit zu bekämpfen. Tausende von Rotary Clubs setzen sich mit Veranstaltungen und Social-Media-Kampagnen dafür ein. Ein bewegendes Beispiel ist der Einsatz von Impfhelfern, die in ländlichen Regionen, wie in Brasilien, mit Fahrrädern zu den Menschen fahren, um über Impfungen zu informieren. Rotary hat bereits über 2,5 Milliarden Kinder in 122 Ländern gegen Polio geimpft – und die Zahl der Poliofälle ist weltweit um 99,9 Prozent gesunken.
Die gesamte Aktion, von den Radfahrern bis zu den Unterstützern, zeigt, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement ist. Der Spaß, die Anstrengungen und das gute Gefühl, etwas zurückzugeben, stehen im Vordergrund. Und das ist es, was die Teilnehmer auf ihren 500 Kilometern für Frieden, Freundschaft und Hilfe antreibt. Es bleibt zu hoffen, dass solche Projekte noch viele weitere Unterstützer finden und die Welt ein kleines Stück besser machen können.