In Zell am See, im malerischen Salzburg, gibt es ein bemerkenswertes Programm, das alkoholabhängigen Menschen eine echte Chance auf ein neues Leben bietet. Das ambulante Programm APAS, das seit knapp drei Jahren besteht, richtet sich an all jene, die abstinent leben oder ihren Konsum reduzieren möchten. Es ist nicht nur ein Angebot für Betroffene, sondern auch für deren Angehörige. Denn was könnte besser sein, als eine Unterstützung zu bekommen, die sich nahtlos in den Alltag integrieren lässt?

Das APAS-Programm umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen – von ärztlicher Betreuung über Psychotherapie bis hin zu Gruppengesprächen. Diese Struktur ist besonders vorteilhaft für berufstätige Personen, die oft Schwierigkeiten haben, einen stationären Aufenthalt in ihren Alltag zu integrieren. Die Teilnahme setzt allerdings voraus, dass die Betroffenen über ausreichende Ressourcen verfügen, um regelmäßig am Therapieprogramm mitwirken zu können. Für Menschen mit schwerer Abhängigkeit wird jedoch ein stationärer Aufenthalt empfohlen.

Struktur des APAS-Programms

Die Programmdauer ist klar strukturiert und besteht aus mehreren Phasen: Ein 8-wöchiges Basismodul, gefolgt von einem 18-wöchigen Intensivmodul und einem 12-wöchigen Abschlussmodul. Nach einem Jahr gibt es sogar die Möglichkeit, an einem optionalen 3-monatigen Stabilisierungsmodul teilzunehmen. Diese sorgfältige Struktur hilft, die Fortschritte zu sichern und Rückfälle zu vermeiden. Außerdem gibt es eine substanzoffene Nachsorgegruppe, die zweimal im Monat für abstinente Alkohol- und Drogenabhängige stattfindet. Der nächste Durchgang beginnt im Juli – also ein guter Zeitpunkt, um sich zu informieren und das eigene Leben wieder in die Hand zu nehmen!

Wichtig ist, dass die Kosten für das Programm von den Krankenversicherungen übernommen werden. Wer mehr Informationen sucht, kann die Informationsgruppe besuchen, die jeden vierten Dienstag im Monat stattfindet. Ein Anruf unter +43 6542 47486 oder eine E-Mail an ambulanz.pinzgau@suchthilfe-salzburg.at reichen aus, um mehr zu erfahren.

Therapieansätze und Ziele

Die Therapie bei Alkoholabhängigkeit hat im Allgemeinen das Ziel, eine dauerhafte Abstinenz zu erreichen. Bei kurzem Alkoholmissbrauch kann es jedoch auch um ein gesundheitlich und sozial angemessenes Trinkverhalten gehen. Die Behandlung erfolgt in mehreren Phasen: Zuerst wird in der Vorbereitungsphase die Motivation aufgebaut und die Therapie vorbereitet. Unterstützung kommt hier von Ärzten, Suchtberatungsstellen und Psychologen. Danach folgt die Entzugs- oder Entgiftungsphase, die in der Regel stationär erfolgt und etwa 3 bis 7 Tage dauert.

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Die Entwöhnungs- und Rehabilitationsphase dient der Stabilisierung des Patienten durch umfassende Maßnahmen, die sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden können. In dieser Zeit sind Psychotherapie – einschließlich Methoden wie Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologischer Therapie – und Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker besonders wichtig. Hierbei wird auch auf die Rückfallprävention geachtet, indem Trinkauslöser analysiert und Bewältigungsstrategien entwickelt werden.

Bei schweren Formen der Abhängigkeit kann eine langfristige stationäre Betreuung notwendig sein. Rückfallquoten sind alarmierend: 50% der Betroffenen fallen nach stationärer und 60% nach ambulanter Therapie innerhalb von 1 bis 2 Jahren zurück. Doch mit der richtigen Unterstützung und einem starken Willen kann der Weg in ein neues, gesundes Leben gelingen.

Für viele ist der erste Schritt der schwierigste – und doch der entscheidende. APAS in Zell am See bietet eine wertvolle Unterstützung auf diesem Weg und zeigt, dass es nie zu spät ist, um Hilfe zu suchen. Wer bereit ist, die Herausforderung anzunehmen, findet hier eine echte Chance.

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