Sankt Pölten ehrt Handwerksmeister mit Handabdrücken und fördert Ausbildungsperspektiven
Heute, am 25. Juni 2026, ist Sankt Pölten einmal mehr im Zeichen der Ausbildung und des Handwerks. Am Rathausplatz haben sich die Handabdrücke von Sara Sinhuber, einer talentierten Fliesenlegerin, und Lukas Miedler, der ebenfalls Gold bei den EuroSkills 2025 in Dänemark gewonnen hat, verewigt. Diese Initiative ist Teil von „FAME“, einer Zusammenarbeit zwischen der WKNÖ und der AK Niederösterreich, die darauf abzielt, Spitzenleistungen in der Lehre sichtbar zu machen. Es ist ein Aufruf an die Jugend, sich für duale Ausbildungen zu begeistern und die Vielfalt beruflicher Perspektiven zu entdecken.
WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker und AK NÖ-Präsident Markus Wieser ließen es sich nicht nehmen, die Erfolge niederösterreichischer Fachkräfte bei den WorldSkills und EuroSkills zu würdigen. Die Zahlen sind beeindruckend: 19 Gold-, 16 Silber- und 16 Bronzemedaillen! Diese Auszeichnungen sind nicht nur Medaillen, sondern auch eine Bestätigung für die harte Arbeit und das Engagement der Auszubildenden. Sara Sinhuber selbst beschreibt ihre Zeit bei den EuroSkills als „magisch“. Sie hebt hervor, wie viel Anerkennung ihr Erfolg gebracht hat – und das ist nicht nur für sie persönlich wichtig, sondern für die gesamte Branche.
Die Bedeutung der Lehre
Bürgermeister Matthias Stadler betont, dass die Lehre eine Schlüsselrolle für die Zukunft spielt. In Sankt Pölten gibt es zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten, die es jungen Menschen erlauben, ihre Talente zu entdecken und auszubauen. Der Weg über eine fundierte Ausbildung eröffnet nicht nur Karrierechancen, sondern fördert auch die wirtschaftliche Stabilität der Region. Und das ist besonders wichtig in Zeiten, in denen Fachkräfte mehr denn je gefragt sind.
Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass auch andere Länder nicht untätig sind. Deutschland hat bei den EuroSkills 2025 in Dänemark ebenfalls große Erfolge gefeiert. Mit insgesamt 5 Gold-, 3 Silber- und 2 Bronzemedaillen sowie 4 Exzellenzmedaillen haben sie sich den zweiten Platz im Medaillenspiegel gesichert, hinter Frankreich. Das Team bestand aus 32 Fachkräften, die in 28 verschiedenen Skills antraten. Die starke Performance der deutschen Teilnehmer ist ein klares Signal für den Bau-Nachwuchs und wird von führenden Vertretern der Branche als Beweis für die hohe Qualität der beruflichen Ausbildung gelobt.
Europäischer Austausch und berufliche Exzellenz
Die EuroSkills-Wettbewerbe sind ein faszinierendes Spektakel. Über 600 junge Fachkräfte aus 32 Nationen treten gegeneinander an und zeigen, was sie draufhaben. Der Austausch zwischen den verschiedenen Bildungssystemen ist von unschätzbarem Wert. Und während Deutschland mit 9 Gold-, 8 Silber- und 4 Bronzemedaillen auf dem ersten Platz im Nationenranking landete, wurde auch der Europameistertitel im Speed Programming gewonnen. Das zeigt, wie ernst es den Ländern mit der Förderung junger Talente ist.
Für die Zukunft ist bereits die nächste EuroSkills geplant – 2027 in Düsseldorf und Luxemburg. Dort werden rund 800 Fachkräfte erwartet. Es ist eine Gelegenheit, die Vielfalt und das handwerkliche Können aus ganz Europa zu feiern. Das BMBFSFJ, unter Leitung von Bundesministerin Karin Prien, unterstützt diese Initiativen und fördert die Teilnahme an internationalen Berufswettbewerben. Denn gut ausgebildete Fachkräfte sind und bleiben das Rückgrat einer stabilen Wirtschaft, gerade in Zeiten von Digitalisierung und Fachkräftemangel.
In Sankt Pölten wird die Initiative „FAME“ als ein weiterer Schritt in die richtige Richtung angesehen. Die Handabdrücke, die heute eingeweiht wurden, sind nicht nur ein Zeichen des Erfolgs, sondern auch Inspiration für die kommenden Generationen. Die Wertschätzung für das Handwerk und die Lehre wird hier lebendig, und wer weiß, vielleicht stehen die nächsten Stars schon in den Startlöchern, bereit, ihre eigenen Spuren zu hinterlassen.
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