Am Mittwoch, den 30. September, wird im Raiffeisen Techno-Z in Schärding ein spannendes Ereignis stattfinden: Die Premiere der ORF-III-Dokumentation „Die Innviertler Roas“! Der Startschuss fällt um 18:30 Uhr, und die Vorfreude ist bereits spürbar. Diese Dokumentation ist nicht einfach nur ein Film – sie ist eine liebevolle Hommage an die Sprache, die Musik und die reiche Geschichte des Innviertels.

Das Ganze ist Teil der ORF-III-Reihe „Sprachen der Berge“ und bietet einen faszinierenden Einblick in das kulturelle Erbe dieser Region. Die Kamera führt uns durch bekannte Orte wie Ried, Braunau, Schardenberg und natürlich Schärding. Besonders interessant wird es, wenn Stadtführer Rudolf Lessky in Schärding über die bewegte Geschichte der Grenzstadt berichtet. Man kann sich schon jetzt vorstellen, wie der alte Stammtisch der Schärdinger im Dialekt über frühere Zeiten plaudert – das wird bestimmt ein Erlebnis!

Einblicke in die Kultur

Die Dokumentation thematisiert auch Menschen, die sich leidenschaftlich dafür einsetzen, ihren Dialekt, die Musik und die regionalen Traditionen zu bewahren. Dazu gehört unter anderem der Mundartdichter Karl Bachmair aus Schardenberg, der mit seinen Schmugglergeschichten sicherlich für einige Lacher sorgen wird. In Braunau treffen wir auf eine bunte Mischung musikalischer und sprachlicher Einflüsse – ein wahres Schmelztiegel-Feeling!

Ein weiterer Blick lohnt sich auf die historischen Verbindungen zwischen dem Innviertel und Bayern, die in der Dokumentation ebenfalls hervorgehoben werden. Die kulturellen Schnittstellen sind reichhaltig und machen die Region einzigartig. So wird das Innviertel als gemeinsamer Kultur- und Sprachraum lebendig und greifbar. Die Einladung zur Filmpremiere kommt von der Stadtgemeinde Schärding, dem Tourismusverein und der Raiffeisenbank Schärding. Wer Interesse hat, sollte sich bis Montag, den 28. September, bei carmen.hager@schaerding.ooe.gv.at anmelden.

Der Dialekt im Fokus

Ein spannendes Detail am Rande: Der Innviertler Dialekt hat seine Wurzeln in den mittelbayrischen Mundarten, genau wie der Hausruckviertler Dialekt. Während es in den letzten Jahrzehnten zu vielen Veränderungen kam, haben beide Dialekte ihre Eigenheiten bewahrt. So wird im Innviertel das „oi“ für „e“ oder „a“ bei nachfolgendem „l“ verwendet – etwa bei „Geselle“ (Gsoi) oder „Wald“ (Woid). Das ist ein ganz eigener Klang, der die Identität der Region prägt.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Im Gegensatz dazu ist der Hausruckviertler Dialekt stärker vom oberösterreichischen Sprachraum beeinflusst. Hier wird das „o“ oft zu einem kurzen „eo“ gesprochen, während es im Innviertel als „oe“ ausgesprochen wird. Diese feinen Unterschiede sind nicht nur interessant, sie zeigen auch, wie lebendig und vielfältig die Mundarten in Österreich sind.

Mundart und Kultur

Mundartdichtung hat in den letzten Jahren an Ansehen gewonnen. Früher wurde sie oft als „Kleinkunst“ belächelt, doch mittlerweile ist sie ein wichtiger Bestandteil der regionalen Kultur. Die Themen reichen von ländlicher Idylle bis hin zu großen Gefühlen und sind tief in der Heimat verankert. Wer kennt nicht die eingängigen Melodien des Austropops, die quer durch die Gesellschaft gehört werden? Hier trifft sich Tradition mit Moderne, und das ist einfach nur schön.

Die Verbindung von Dialekt und Musik schafft eine Atmosphäre, die nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich ist. So bleibt die Mundart lebendig und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Die Premiere der „Innviertler Roas“ wird also nicht nur ein filmischer Genuss, sondern auch eine Feier der regionalen Identität. Also, auf zur Premiere!